Stadtentwicklung

Einbahnstraße für den Marktplatz?

Miesbachs Marktplatz soll attraktiver werden, aber keine Parkplätze verlieren. Der Kommunalpolitische Arbeitskreis der SPD hat nun einen Plan vorgelegt, wie man die Aufenthaltsqualität verbessern kann, ohne viel Parkraum zu opfern.

Die Frage ist umstritten: Soll der Miesbacher Marktplatz von Autos befreit werden, um mit verbesserter Aufenthaltsqualität Besucher anzulocken? Oder braucht es gerade diese Parkplätze, um beim Kunden zu punkten? Der Kommunalpolitische Arbeitskreis der SPD hat nun eine Studie erstellt, die dieses Kernproblem lösen könnte. Eine Einbahnstraße soll helfen, das Areal besser aufzuteilen.

Das Prinzip: Parken auf der Westseite, Flanieren und Verweilen auf der Ostseite. . Die Seite mit Bräuwirt, Eisdiele und Huatfabrik könnte verkehrsberuhigt werden. Im Gegenzug werden die Parkplätze auf der Westseite entlang einer Einbahnstraße angeordnet. Der Clou: „Auf diese Weise könnten 36 Parkplätze erhalten werden, während die Aufenthaltsqualität verbessert wird“, sagt Architekt Schneider. Lediglich sechs Parkplätze gingen verloren – „das sollte für die Geschäftsleute verschmerzbar sein“. Mit einer Parkzeitbegrenzung könnte man die Kfz-Fluktuation hoch halten.

Die Studie hat einen weiteren Vorteil, wie SPD-Schriftführerin Lisa Hilbich erklärt: „Wir können ohne großen Aufwand einen Test durchführen und zur Not alles zurückbauen. Die Studie soll eine Diskussionsgrundlage bieten.“ Sie sei bewusst spartanisch gehalten, um nicht zu viel zu definieren. Ziel sei es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern – auch im Interesse der Geschäftsleute. 

Die Studie fließt in den neuen Stadtentwicklungsausschuss ein, der am Mittwoch erstmals tagt und mit einem Stadtrundgang beginnt (18 Uhr, Parkplatz Alpengroßmarkt).

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