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Unter unmenschlichen Bedingungen waren die 16 Kosovaren in das Auto des mutmaßlichen Schleusers eingepfercht.

Auto war gefährlich überfüllt

Kosovare schleust 16 Landsleute in Pkw ein

Irschenberg - Illegal und gefährlich: Schleierfahnder  haben auf der A8 bei Irschenberg einen Schleuser aus dem Kosovo gefasst. Er hatte 16 Menschen in sein Auto gepfercht.

Fahnder der Polizeistation Kreuth haben den angemieteten Kleinbus am Mittwoch auf der Autobahn Salzburg – München gestoppt. Auf Höhe Irschenberg zogen sie den in Deutschland zugelassenen Mietwagen aus dem Verkehr.

Mehrere Kinder, darunter ein Säugling, befanden sich ungesichert auf oder zwischen den Rückbänken. Einige der Insassen waren sogar in den Kofferraum gepfercht. Schon die widrigen Bedingungen, unter welchen die neun Erwachsenen und sieben Minderjährigen befördert wurden, deuteten auf eine gefährliche Schleusertour hin: Die Kinder mussten teils im Fußraum, teils auf dem Schoß der Erwachsenen Platz nehmen. Drei junge Männer saßen im Kofferraum. Aus dem Kleinbus, in dem normalerweise maximal neun Personen Platz finden, stiegen neben dem Fahrer insgesamt 16 Männer, Frauen und Kinder.

Lediglich der Fahrzeugführer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Er hatte einen albanischen Reisepass sowie eine deutsche Aufenthaltsgenehmigung dabei. Die 16 Mitfahrer verfügten nicht über die Papiere, die für die Einreise beziehungsweise den Aufenthalt in der Bundesrepublik erforderlich gewesen wären. Sie stammen eigenen Angaben zufolge aus dem Kosovo. Aufgrund ihrer Schilderungen geht die Bundespolizei davon aus, dass sie allein für die Etappe von Ungarn nach Deutschland 700 Euro pro Person zahlen mussten.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen leiteten die Beamten die meisten der unerlaubt Eingereisten an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge weiter. Drei Männer, 21, 24 und 26 Jahre alt, suchten nicht um Schutz nach. Sie werden das Land wieder verlassen.

Die Rosenheimer Bundespolizei beschuldigt den Kosovaren nun, seine 16 Landsleute auf höchst gefährliche Weise eingeschleust zu haben. Auf richterliche Anordnung hin musste der polizeibekannte 42-Jährige aus Baden-Württemberg in einem Münchner Gefängnis die Untersuchungshaft antreten.

mm

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