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Alles im Griff: Robert Schlienz (r., 52) und Alois Schnitzbauer (l.) kümmern sich um den Betrieb am Wertstoffhof. Samstags werden sie von Norbert Snapat unterstützt.

Interview zum Jubiläum

10 Jahre Wertstoffhof: „Die Mengen sind gigantisch“

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Robert Schlienz spricht mit uns über zehn Jahre Miesbacher Wertstoffhof, die Sammelbereitschaft der Miesbacher und eine Gefriertruhe mit kuriosem Inhalt.

Miesbach – Zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass Miesbachs neuer Wertstoffhof an der Birkenstraße eröffnet wurde. Vor allem die abgesenkten Container wurden damals als großer Wurf gefeiert. Das kleine Jubiläum feiert der kommunale Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises, VIVO, am Sonntag, 21. Mai, von 11 bis 16 Uhr mit einem Tag der offenen Tür. Zu einem kleinen Rückblick haben wir vorab Robert Schlienz gebeten, der von Anfang an am neuen Wertstoffhof arbeitet.

Herr Schlienz, wie war damals Ihr erster Eindruck von der neuen Anlage in Miesbach?

Das war Weltklasse. Auf einmal hatte die Stadt einen Platz, um alles annehmen zu können. Miesbach hat mit rund 3000 Quadratmetern nach dem VIVO-Wertstoffzentrum in Warngau den zweitgrößten Wertstoffhof im Landkreis. Dem Bürger werden hier viele Möglichkeiten geboten, und die werden immer noch gerne angenommen. Wir haben sehr viele Kunden. Sie kommen nicht nur aus der Stadt, sondern auch aus der Umgebung. Sie schätzen es auch, dass man bei uns keine Treppe steigen muss, um etwas in die Container werfen zu können.

Wie hat sich denn rückblickend das Sammel- und Trennverhalten der Bürger verändert?

Die Menge hat deutlich zugenommen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Material wir bekommen. Das ist gigantisch. Deshalb haben wir hier auch solch ein riesiges Sortiment.

Das bedeutet auch mehr Arbeit für Sie.

Deshalb arbeiten wir am Wochenende auch nicht zu zweit, sondern zu dritt. Wir helfen den Leuten und haben auch ein Auge darauf, dass alles richtig eingeworfen wird. Das ist wichtig, weil die Wertstoffe sortenrein sein müssen, um gut verwertbar zu sein.

Was war das Skurrilste, was bei Ihnen als Wertstoff entsorgt wurde?

Eine Gefriertruhe.

Eigentlich nichts Ungewöhnliches...

Aber diese war noch mit gefrorenen Lebensmitteln gefüllt. Wir haben das Kühlgut ausgeräumt und im Sperrmüll entsorgt. So was kommt immer wieder vor. Auch Feuerlöscher oder tote Tiere haben wir schon bekommen. Für die Entsorgung letzterer sind wir aber nicht zuständig, sondern das Landratsamt.

Was erwartet die Besucher beim Tag der offenen Tür?

Viele interssante Infos rund um Wertstoffe. Außerdem erklären meine Kollegen und ich, wie alles funktioniert. Nur Wertstoffe annehmen können wir an diesem Tag nicht.

Tag der offenen Tür

beginnt um 11 Uhr. Neben Beratung gibt es Gebraucht-&-gut-Sammelkisten, Oberland-Erde sowie Snacks und Musik. Auf Kinder wartet eine Hüpfburg. Beim Quiz gibt es ein Smartphone zu gewinnen, ein Müllfahrzeug ist zu besichtigen, und man kann Taschen nähen. Um 12 Uhr sind die Grußworte von Landrat Wolfgang Rzehak und Bürgermeisterin Ingrid Pongratz vorgesehen. Wegen der Vorbereitung zum Tag der offenen Tür kann es bereits am Freitag und Samstag, 19./20. Mai, zu Einschränkungen und Wartezeiten kommen. Die mobile Problemmüllsammlung am Samstag findet wie gewohnt von 9.15 bis 10 Uhr statt.

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