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Fleißig bei der Arbeit: Stefan Rühl (kniend) und Paul Martin vom Trachtenverein beplanken die Grundrahmen.

100 Jahre Stadterhebung Miesbach 

Crowdfunding für die „Rumplhanni“ ein Erfolg

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Mit dem Stück „Die Rumplhanni“ von Lena Christ leistet das Volkstheater des Miesbacher Trachtenvereins nicht nur einen besonderen Beitrag zum Jubiläum 100 Jahre Stadterhebung, sondern beschritt auch einen ungewöhnlichen Weg bei der Finanzierung.

Wie berichtet, wurde mit der Raiffeisenbank im Oberland ein Crowdfunding durchgeführt: Die Bank verdoppelt dabei jeden gespendeten Euro bis zu einer Höhe von 2500 Euro. Das Ziel wurde geschafft. Wir sprachen mit dem Regisseur, Miesbachs Kulturpreisträger Walter Kohlhauf, über diesen Erfolg.

-Glückwunsch, Herr Kohlhauf, die Crowdfunding-Aktion ist gelungen. Wie lief’s denn?

Großartig. Wir bekommen 5170 Euro – 5000 Euro waren das Ziel inklusive der Spende der Raiffeisenbank. Weil wir diese Marke erreicht haben, bekommen wir das Geld – sonst würde alles rückabgewickelt werden. Wir hatten 36 Unterstützer, die 2670 Euro gespendet haben.

-Wie viel war denn der höchste erhaltene Spendenbetrag?

500 Euro. Wir wissen aber nicht von wem.

-Was freut Sie mehr: der Betrag oder die moralische Unterstützung, die damit einhergeht?

Die moralische Unterstützung ist sehr, sehr schön für alle Beteiligten. Das zeigt uns nämlich, dass sich die Leute für unser Projekt interessieren. Für uns war diese Form der Geldbeschaffung ja eine Premiere. Wir haben kräftig die Werbetrommel dafür gerührt und viele Leute angesprochen – da ist dann schon was zusammengekommen. Insgesamt eine sehr schöne Sache.

-Welche Erfahrung nehmen Sie vom Crowdfunding mit?

Wichtig ist die Masse. Je mehr dahinterstehen, desto größer sind die Erfolgsaussichten. Das Netzwerk ist entscheidend. Deshalb sehe ich ein großes Potenzial für Schulen – allein durch die Eltern.

-Bei dieser Gelegenheit: Wie läuft es derzeit bei der „Rumplhanni“? Im Juli und August soll das Stück ja im Waitzinger Park aufgeführt werden.

Wir sind mittendrin im Bühnen- und Kulissenbau. Das erste Haus ist bereits fertig, das zweite ist in Arbeit. Außerdem proben wir zweimal pro Woche. Jetzt nach den Osterferien gehen wir dazu in die Mittelschule Miesbach, weil da eine Bühne ist. So können wir dort ohne Textbuch arbeiten und haben Platz zum Bewegen.

ddy

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