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Freude bei der Übergabe des symbolischen Schecks: Redaktionsleiter Stephen Hank (r.)  und Landrat Wolfgang Rzehak (hinten, l.) freuten sich mit den Vertretern der zehn Nachbarschaftshilfen im Landkreis. 

Abschluss der Aktion  „Leser helfen Lesern“

110.000 Euro für die Nachbarschaftshilfen

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In schwierigen Zeiten ist die Nachbarschaftshilfe für viele ein Rettungsanker. Den zu stärken, war Ziel unserer Aktion „Leser helfen Lesern“ 2016. Die Unterstützung war überwältigend: Es kam die stolze Summe von 110 000 Euro zusammen.

MiesbachEs ist nicht nur die materielle Not, die drückt. „Manchmal geht es auch darum, die Einsamkeit zu vertreiben“, erklärte Stephen Hank, Redaktionsleiter des Miesbacher Merkur, bei der feierlichen Spendenübergabe in Sitzungssaal des Landkreises in Miesbach. Besuche bei Senioren, Fahrten zum Arzt, Unterstützung in Haus und Garten, Kinderbetreuung – all das gehört zum Spektrum der Nachbarschaftshilfen im Landkreis. Zehn verschiedene Vereine haben sich organisiert, in Bayrischzell, Fischbachau, Gmund, Holzkirchen, Miesbach, Otterfing, Schliersee, Tegernsee, Waakirchen und Weyarn. Allen kommt der Erlös der Spendenaktion zu gleichen Teilen zugute. Allerdings fließen 3000 Euro aus der Gesamtsumme in den Sozialpreis des Landkreises. Die drei Preisträger wurden ebenfalls im Rahmen der Feierstunde ausgezeichnet (wir berichten noch).

Auch wenn die Nachbarschaftshelfer ehrenamtlich arbeiten, so sind die Organisationen doch in hohem Maße auf Spenden angewiesen. Er danke den Lesern für all die kleinen und großen Spenden, so Hank. „Jede Unterstützung ist wichtig.“ Die Höhe des Betrags zeige die große Akzeptanz der Aktion. Dass es am Ende runde 110 000 Euro wurden, ist der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee zu verdanken, die kurz vor der Übergabe den eigentlichen Endbetrag von 108 000 Euro aufrundete.

Die Nachbarschaftshilfe sei „unheimlich wichtig“, meinte Kreissparkassen-Chef Martin Mihalovits, weshalb er die Zuwendung trotz des kritischen Blicks auf jegliches Sponsoring verantworten könne. Mit dieser Spende sei das Geldinstitut sicher auf der richtigen Seite. „Da fließt das Geld dahin, wo es hingehört: zur Bevölkerung zurück.“ Ohnehin unterstützt die Kreissparkasse die Aktion als Partnerin durch die kostenlose Kontoführung und den Druck der Überweisungsträger. „Das ist kein kleiner Posten“, erinnerte Hank, der für die langjährige Kooperation dankte.

Ein weiterer Partner ist der Landkreis, Landrat Wolfgang Rzehak fungiert als Schirmherr. „Es ist schön, dass der ganze Landkreis zusammenhält“, würdigte Rzehak das herausragende Ergebnis der Aktion und freute sich mit den Begünstigten. „Mit Euch hat es genau die Richtigen getroffen“, rief er den Vertretern der Nachbarschaftshilfen zu.

Als deren Sprecherin ergriff Christine Dietl, Seniorenbeauftragte des Landkreises, das Wort. Dietl ist Ansprechpartnerin für die Einsatzleiterinnen der Nachbarschaftshilfen und im Schlierseer Verein auch selbst aktiv. Alle Ehrenamtlichen seien sich der Verantwortung bewusst, das gespendete Geld mit Bedacht einzusetzen, machte sie deutlich. Es ermögliche vieles: So könnten die Vereine den Obolus für Hilfeleistungen bedarfsgerecht reduzieren oder streichen. Fortbildungen für Helfer seien möglich, auch der Kauf von Büchern und Gesellschaftsspielen. Und manchmal eben eine kleine Freude für einen Menschen, der einen Lichtblick braucht: „Da kann man zu einem Besuch eine Aufmerksamkeit mitbringen.“

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