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Ehre fürs Ehrenamt: BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kießling (4.v.r.), Tafel-Verantwortliche Ute Krause (3.v.r.) sowie Vize-Kreisgeschäftsführerin Isolde Besel (l.) bedanken sich bei den Helfern (v.l.) Franz Daumoser (zehn Jahre), Annelie Waskes (zehn), Heidi Hilgenrainer (15), Karl-Heinz Seibold (fünf), Brunnhilde Cyllok (10) und Ulla Dafelmeier (15). 

Weil sich gerade ältere Leute aus Scham nicht hingehen trauen

15 Jahre Tafel Miesbach: BRK denkt über Lieferdienst nach

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Seit 15 Jahren sind die Miesbacher Tafelhelfer im Einsatz. Doch noch immer trauen sich viele nicht, zu ihnen zu kommen. Drum versucht es das BRK jetzt mit einem Lieferdienst.

Miesbach/Hausham – Sie retten Lebensmittel vor der Mülltonne und geben sie denen, die sie sich im Regal nicht leisten können: Die Tafelhelfer in Miesbach und Hausham erfüllen eine wichtige Schnittstelle zwischen Handel und Bedürftigen und damit einen bedeutenden gesellschaftlichen Beitrag. Jetzt hat der beim Kreisverband Miesbach des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) angesiedelte Dienst ein kleines Jubiläum gefeiert: 15 Jahre gibt es die Tafel-Ausgabe in Miesbach, 13 Jahre in Hausham.

Etliche Helfer sind bereits seit der ersten Stunde an mit dabei. Bei einer Feierstunde im Weißbräustüberl in Miesbach haben BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kießling, Tafel-Verantwortliche Ute Krause und die stellvertretende Kreisgeschäftsführerin Isolde Besel den Ehrenamtlichen für ihr Engagement gedankt. Besel hatte dabei gleich eine Doppelrolle, denn auch sie selbst ist gewissermaßen ein Gründungsmitglied des Tafeldienstes.

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Teil des Abends war auch eine Rückschau auf die vergangenen Jahre. Vieles hat sich seitdem verändert, berichtet Krause auf Nachfrage. Ein Meilenstein aus Sicht der Tafel selbst war der Umzug in das neue Hauptquartier des BRK an der Wendelsteinstraße in Miesbach. Hier werden die Lebensmittel ansprechend in Regalen präsentiert, um den 50 bis 60 Stammbesuchern aller Altersgruppen ein echtes Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Durch die geschützte Lage der Ausgabe ist auch die so wichtige Diskretion gewährleistet.

Trotzdem gibt es auch heute noch Vorurteile und Ängste, sagt Krause. „Gerade ältere Menschen schämen sich oft, zur Tafel zu gehen.“ Um sie dennoch zu erreichen, habe man Flyer entwickelt, die das Landratsamt an die entsprechende Klientel ausgibt. Selbstständig Kontakt aufnehmen dürfe man aus Gründen des Datenschutzes nicht, erklärt Krause. Als zusätzliches Angebot denkt das BRK darüber nach, Lebensmittel in schwierigen Fällen sogar zu den Bedürftigen nach Hause zu liefern.

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Dafür braucht es aber vor allem eins: weitere Helfer. Zwar sei die Abholung und Ausgabe der Waren mit einem Pool von je 30 Leuten in Miesbach und Hausham gut organisiert, der Lieferdienst könne aber gut und gern weitere Fahrer brauchen. Auch das Netzwerk zum Handel bauen Krause und ihr Team weiter aus. Mit Rewe und Aldi würden sich auch große Ketten mit Aktionen beteiligen, und auch zum noch nicht eröffneten Vinzenzmurr in Miesbach habe man bereits Kontakt aufgenommen, erzählt Krause.

Um den Bedürfnissen der Tafel-Besucher noch besser gerecht zu werden, versuchen die Helfer, nach Möglichkeit auch Wünsche zu erfüllen. Das spricht sich herum. „Ich bin seit vier Jahren dabei“, sagt Krause. „Und allein da hat sich die Zahl der Besucher fast verdoppelt.“ Groß sei auch die Dankbarkeit. „Manchmal kriege ich sogar ein kleines Weihnachtsgeschenk.“

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