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Verdiente Kameraden der Miesbacher Feuerwehr wurden bei der Hauptversammlung geehrt. Unser Foto zeigt (v.l.) Friedrich Auzinger (50 Jahre pflichtfreie Feuerwehr-Dienstleistung), Johann Darchinger (40 Jahre), Hans Unützer sen. (60 Jahre), Kommandant und Vorsitzenden Walter Fraunhofer, Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, Markus Walcher (25 Jahre), Maxi Einberger (Eintritt in den aktiven Dienst) und den stellvertretenden Kommandanten Matthias Resch.

150. Dienst- und Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Miesbach

Mehr Einsätze und mehr Herausforderungen

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Langeweile gibt es bei der Freiwilligen Feuerwehr Miesbach nicht – vor allem nicht im Jubiläumsjahr. Dies wurde bei der Dienst- und Mitgliederversammlung deutlich.

Im Beisein von Kreisbrandrat Anton Riblinger, Kreisbrandinspektor Florian Dirscherl und Fach-Kreisbrandmeister Thomas Gegenfurtner gab Kommandant Walter Fraunhofer einen Überblick über die geleisteten Einsätze und blickte auf die anstehenden Feiern zum 150-jährigen Bestehen voraus. Damit, so betonte Riblinger, stellen die Miesbacher die älteste Wehr im Landkreis.

212 Mal waren die Helfer gefordert – 159 Mal im Stadtgebiet, 49 Mal im Landkreis und vier Mal auf der Autobahn. Insgesamt waren sie 2808 Stunden im Einsatz mit 2362 Dienstleistenden. Wie Fraunhofer berichtete, sind die Einsatzzahlen um knapp 50 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Vor allem bei den technischen Hilfeleistungen habe es einen Anstieg gegeben. Der herausragendste Einsatz 2017 war am 13. Februar die Explosion im BRK-Rettungszentrum Bad Wiessee, bei dem ein Großaufgebot an Feuerwehren und Rettungsorganisationen zum Einsatz kam. Die Miesbacher Wehr schickte sieben Fahrzeuge und 29 Einsatzkräfte. Zwei Verkehrsunfälle bei Müller am Baum (14. und 21. Juli), bei denen erst ein Betonmischer und dann ein mit Hackschnitzeln beladener Lastwagen umkippten, waren ebenso eine Herausforderung wie der Brand im Miesbacher Hagebaumarkt (13. August). Im Hinterhof hatten ein Gabelstapler und Holzpaletten gebrannt. Da das Tor verschlossen war, wurde ein erster Löschangriff über die Drehleiter von der Bundesstraße aus vorgenommen.

Wie wichtig die Drehleiter ist, hat sich laut Fraunhofer ebenfalls im vergangenen Jahr bestätigt: Mehr als 20 Mal war das Gerät zur Unterstützung des Rettungsdienstes bei Personenrettungen angefordert worden. Dabei sei die Drehleiter nicht nur in der Stadt unterwegs. „Das Einsatzgebiet der Drehleiter reicht bis nach Bayrischzell.“

Um die erforderliche Leistungsfähigkeit aufrecht erhalten zu können, wird regelmäßig trainiert. 2017 fanden in Miesbach zwei Landkreis-Lehrgänge zum Atemschutzgeräteträger statt. Bei der jährlichen Belastungsübung nahmen rund 600 Atemschutzträger aus dem gesamten Landkreis teil. Auch das Material erfordert viel Einsatz. 209 Stunden Wartungs- und Überprüfungsarbeiten fielen 2017 an. Dabei gab es im Dezember einen Wechsel bei den Gerätewarten: Gerhard Neumann gab seinen Posten als Leiter Atemschutz nach 25 Jahren an Alexander Einberger ab.

Wie Fraunhofer lobte Bürgermeisterin Ingrid Pongratz die gute, enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Feuerwehr. Dies belege der gemeinsame Festumzug am 8. Juli, bei dem die Wehr ihre 150 Jahre und Miesbach seine 100 Jahre Stadterhebung feiern. Zudem plant die Feuerwehr noch einen Festabend im Mai und einen Tag der offenen Tür im September.

ddy

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