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44 Prozent der Miesbacher Gymnasiasten schaffen Einser-Abschluss

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Von: Alexandra Korimorth

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Nachdenkliche Töne schlugen Schulleiterin Claudia Reiserer und die übrigen Redner bei der Abiturientenverabschiedung am Gymnasium Miesbach an.
Nachdenkliche Töne schlugen Schulleiterin Claudia Reiserer und die übrigen Redner bei der Abiturientenverabschiedung am Gymnasium Miesbach an. © Stefan Schweihofer

Anerkennung und gute Ratschläge für den weiteren Lebensweg gab es gestern in der Aula für 125 Abiturienten des Gymnasiums Miesbach. Mit einem Schnitt von 2,09 feierten sich diese als „Adel und Elite“.

Miesbach - Anerkennung und gute Ratschläge für den weiteren Lebensweg gab es gestern in der Aula für 125 Abiturienten des Gymnasiums Miesbach. Mit einem Schnitt von 2,09 feierte sich der Jahrgang 2022 als „Adel und Elite“.

Es war der letzte „Pflichttermin“ an ihrer Schule, den die Gymnasiasten ausgelassen feierten. Dazu begrüßte Schulleiterin Claudia Reiserer Familien, Freunde, Jens Zangenfeind in seiner Doppelfunktion als stolzer Vater und stellvertretender Landrat (FWG) sowie Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU).

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44 Prozent der Miesbacher Gymnasiasten schaffen Einser-Abschluss

Reiserer beglückwünschte die Absolventen zum bestandenen Abitur und zum Schnitt von 2,09. Genau 55 Schüler – also 44 Prozent – haben sogar eine Eins vor dem Komma stehen. „Damit wart ihr sogar ein bisschen besser als der Jahrgang letztes Jahr“, lobte die Schulleiterin, für die der Abi-Jahrgang auch ihr erster am Gymnasium Miesbach war.

Besonders stellte sie die „hervorragende Leistung“ von Ilona Mayr, Anna Neumann und Luis Zink heraus, die alle drei eine glatte 1,0 auf ihrem Abi-Zeugnis stehen haben. Dass Anna Neumann über die Einführungsklasse aus der Realschule kam, begeisterte die Schulleiterin besonders.

Reiserer dankte ihrem Kollegium für die geleistete Arbeit. Da ihr, wie sie sagte, ein Blick auf die aktuelle Bestsellerliste mit Lebenshilfe-Titeln nicht weiterhalf, halte sie es mit Goethe und Mark Twain: „Willst Du glücklich leben? Reise mit zwei Taschen, eine um zu geben, die andere um etwas zu erhalten.“ Die Abiturienten hätten eine mit Wissen, Wertvorstellung und Sozialkompetenz gefüllte Tasche und mögen jetzt „fortsegeln aus dem sicheren Hafen. Den Wind in den Segeln fangen. Forschen. Träumen! Entdecken!“.

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„Wir sind der Adel. Und der Adel beugt sich vor nichts und niemand.“

Jens Zangenfeind überbrachte die Glückwünsche von Landrat von Löwis (CSU) und lobte den Jahrgang dafür, dass er das Beste aus oft wenig glücklichen Situationen machte: Containerunterricht auf einer Großbaustelle, Pandemie, Homeschooling, weltpolitische Verwerfungen. „Wer sich so flexibel auf Situationen einstellen kann, ist reif für künftige Projekte“, sagte Zangenfeind. Auch Bürgermeister Braunmiller gratulierte und bat die Jugendlichen, sich künftig in Gesellschaft, Vereinen und Politik zu engagieren.

Mit Senecas „Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige“ hielt Elternbeiratsvorsitzender Alexander Manz eine inspirierende Rede, die Welt zu erobern statt sich ziellos Herumtreiben zu lassen. Diese ergänzte Dieter Friedrich vom Förderverein mit der Aufforderung nach Tucholsky: „Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt. Schaut sie euch an!“

Bevor jeder Abiturient sein Reifezeugnis überreicht bekam, erläuterten die Jahrgangssprecherinnen Paula Berlinghof und Melissa Müller in einer selbstironischen Ansprache, was sie in ihrer Schullaufbahn an Herausforderungen haben überstehen müssen, dass sie sich jetzt als die „Abistokratie“, den Adel und die Elite bezeichnen durften. Sie dankten ihren Lehrern und den Sponsoren, die die Abizeitung und den Abiball am Abend ermöglichten. Zum Abschluss riefen sie: „Wir sind der Adel. Und der Adel beugt sich vor nichts und niemand.“

Preisträger

Mathematik: Luis Zink, Fanny Sergel. Physik: Luis Zink. Chemie: Anna Neumann, Magdalena Moosreiner. Biologie: Franziska Hartinger.

Gymnasium Miesbach

Michael Abdelkhalek, Maximilian Abele, Alicia Angler, Melanie Arias, Helene Auracher, Sophie Avril, Bilge Bai, Amelie Baumbach, Emily Baumgärtner, Katharina Baur, Simon Beil, Paula Berlinghof, Leonhard Beugel, Anna Bisko, Alexandra Bommer, Luca Bremer, Franz Bressler, Patricia Cagica Carvalho, Chiara Castiglione, Valentina Cirillo, Verena Danner, Fabian Danzer, Philipp Daubermann, Vanessa Di Bella, Laura Dietrich, Josephine Dürr, Hannah Flachs, Fabian Frick, Elena Friedl, Peter Gebhard, Sabrina Gersch, Sara Godderis, Alexander Gött, Lars Gottschalk, Helena Greger, Valentin Gulic, Sebastian Haas, Dennis Hadziabdic, Vanessa Hadziabdic, Anna Harrieder, Franziska Hartinger, Benedikt Hartmann, Paul Heinrich, Annabelle Hellmich, Valentina Herzinger, Simon Hinterseer, Jakob Hinterseher, Marie Holler, Katharina Huber, Maria Huber, Katharina Kaiser, Florian Kapfberger, Elias Kargl, Serra-Yeda Kerimkar, Paul Kerksiek, Moritz Kieser, Nadine Klammsteiner, Lena Knapp, Veronika Kniegl, Sebastian Köhnlein, Franziska Köll, Johannes Koller, Timon Kowalzik, Simon Kreidl, Victoria Kremmer, Nina Kriechbaumer, Antonia Kurzmann, Paul Lehmann, Leonie Leitner, Helena-Chiara Leo, Julius Lesch, Angelina Lißner, Theresa Löbel, Theresa Löw, Franziska Maier, Julia Maier, Maria Maier, David Mair, Luis Mawick, Ilona Mayr, Johanna Mayr, Veronika Meisl, Marie Merkel, Franziska Michl, Maxine Mihalovits, Julian Mommsen, Magdalena Moosreiner, Ikram MountassirTriano, Melissa Müller, Florian Muth, Anna Neumann, Stella Nikolaidou, Magdalena Obermüller, Noemi Orthen, Fatma Özdemir, Hanife Özdemir, Amanda Petrariu, Ricarda Pohlmann, Valentina Proverbio, Antonia Pustka, Lina Razeghi, Patricia Rönnfeldt, Sophie Rothfuß, Lorenz Schlager, Leon Schmidt, Helena Schmidtpeter, Leonhard Schön, Moritz Schöttler, Magdalena Schubert, Fanny Sergel, Lukas Siebeneicher, Nina Sigl, Melda Sik, Zeynep Sik, Veronika Stöger, Rijad Telaku, Sophie Thurn, Antonia Tiefenbacher, von Tluck und Toschonowitz, Tuan Tran, Julia Walter, Martin Weigl, Sophia Wiedner, Alina Zangenfeind, Luis Zink.

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