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A8: Autofahrer sitzt Polizei „beharrlich im Nacken“ - Trotz Tempolimit, Rettungsgasse und 180 km/h

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Von: Jonas Napiletzki

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Fahraufnahme eines Polizeiautos mit eingeschaltetem Blaulicht in der Nacht. (Symbolbild)
Ein Autofahrer hat auf der A8 bei Holzkirchen einen Streifenwagen verfolgt (Symbolbild). © Jonas Walzberg/Imago

Ein Autofahrer hat auf der A8 bei Holzkirchen einen Streifenwagen beharrlich verfolgt. Die Polizisten waren mit eingeschaltetem Blaulicht unterwegs - und wurden den SUV nicht los.

Miesbach – Als „Erweiterung des Kuriositätenkabinetts“ bezeichnet ein Polizei-Sprecher einen Vorfall am Donnerstag. Dem Bericht zufolge war ein Streifenwagen der Münchener Polizei um die Mittagszeit „im Eilmarsch zu einem Einsatz in Richtung Rosenheim unterwegs“. Auf der A8 bei Holzkirchen sei den Beamten im Rückspiegel ein Fahrzeug aufgefallen, das ihnen „beharrlich im Nacken“ saß – ungeachtet des Tempos, des Tempolimits oder der Rettungsgassen. „Auch bei 180 km/h ließ der SUV-Fahrer nicht abreißen.“

Autofahrer verfolgt Polizei bei Einsatzfahrt - Drogenvortest positiv

Nach Meldung bei der Zentrale hefteten sich weitere Streifenfahrzeuge an die Fersen. „Die gemeinsame Fahrt führte über den Irschenberg bis Wasserwiesen, wo das überzählige Fahrzeug abgefischt und angehalten werden konnte.“ Der 43-Jährige aus dem Kreis Miesbach war mit einem Jaguar-SUV auf Probefahrt „als er sich bemüßigt fühlte“, dem Polizeiauto, das mit Blaulicht unterwegs war, „den Rücken freizuhalten“. Die Autobahnpolizei Holzkirchen kontrollierte den Fahrer auf alkohol- und drogentypische Auffälligkeiten. Ein Drogenvortest fiel positiv aus – eine Blutentnahme wurde angeordnet.

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„Auf der Suche nach seinem Führerschein wurden die Polizeibeamten fündig und förderten derer gleich zwei hervor, was nicht sein dürfte“, schreibt der Sprecher. So hatte der Polizei-Verfolger einen als verloren gemeldet, das Wiederauffinden jedoch verschwiegen, was nach Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung auch nicht sein dürfe. Das Autohaus, welches den Jaguar zur Probefahrt verliehen hatte, holte den Wagen ohne Kratzer ab.

„Haarsträubende Beobachtungen“ gesucht: Polizei startet Zeugenaufruf

Nun laufen Ermittlungen wegen falscher Versicherung an Eides statt und wegen Fahrens unter Drogeneinfluss, „müssten jedoch in Abhängigkeit von weiteren Ansätzen erweitert werden“. Wer am Donnerstag zwischen 11.45 und 12.15 Uhr auf der A8 nach Salzburg „haarsträubende Beobachtungen“ in diesem Zusammenhang gemacht habe, solle sich doch bitte bei der Polizei melden: Telefon 08024 / 9073-0.

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