Korbinian Wirzberger
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Korbinian Wirzberger verlässt Miesbach.

Nachfolger Michael Engel kommt aus Rosenheim

Abschied aus Miesbach: Pfarrvikar Korbinian Wirzberger wird Militärseelsorger

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Er mag Miesbach, und die Miesbacher mögen ihn. Trotzdem muss sich Pfarrvikar Korbinian Wirzberger Anfang Juli aus der Kreisstadt verabschieden. Er wird Militärseelsorger.

Miesbach – Er lebt mit seinem Hund Lucy im Pfarrhaus, rückt mit der Feuerwehr aus, feuert den TEV Miesbach in der Eishalle an und ist auch mal für ein Feierabendbier beim Bräuwirt zu haben: Korbinian Wirzberger (37) hat in seinen fast drei Jahren als Pfarrvikar in Miesbach Wurzeln geschlagen. Mit seiner lockeren Art eroberte der junge Geistliche schnell aus Garmisch-Partenkirchen die Herzen der Gläubigen in der Kreisstadt, die sich nach dem Weggang von Stefan Füger und der folgenden priesterlosen Zeit endlich wieder einen volksnahen Pfarrer am Altar gewünscht hatten.

Doch jetzt heißt es Abschied nehmen. Das Erzbischöfliche Ordinariat hat Wirzberger zum 1. Juli eine neue Aufgabe gegeben. Der 37-Jährige wird Militärseelsorger an vier Bundeswehr-Stützpunkten in Weiden in der Oberpfalz. Eigentlich hätte er Miesbach schon vor einem Jahr verlassen sollen, erklärt Wirzberger. Der normale Ablauf sehe vor, dass ein Kaplan fünf Jahre nach der Priesterweihe eine neue, feste Stelle antrete. Entweder in die territoriale oder in die kategoriale Seelsorge einzutreten. Während erstere die klassische Priesterlaufbahn in einer Pfarrei meint, bezeichnet geistliche Aufgaben in Krankenhäusern oder eben beim Militär.

Wirzberger macht kein Geheimnis daraus, dass er gern in Miesbach geblieben wäre. „Ich habe mich extrem wohlgefühlt in dieser liebenswerten Stadt“, schwärmt er. Es habe ihm großen Spaß bereitet, den Miesbachern ein Ansprechpartner zu sein. Dass er nun wegen Umstrukturierungen am Ordinariat sogar ein Jahr länger als geplant in der Kreisstadt geblieben ist, mache den Weggang nicht unbedingt leichter.

Lesen Sie auch: Neuer Kaplan ist da: Große Freude in Miesbach und Hausham

Doch der 37-Jährige ist auch gespannt auf seine neue Aufgabe. Die Kirche leihe ihn dafür gewissermaßen an die Bundeswehr aus. „Das ist gewissermaßen eine Stelle zwischen Kreuz und Schwert“, meint Wirzberger und lacht. Tatsächlich tritt er dafür in den Staatsdienst ein, und zwar auf der Stufe eines Oberstleutnants. „Eine direkte Weisungsbefugnis habe ich aber nicht“, fügt Wirzberger schmunzelnd hinzu.

Michael Engel kommt nach Miesbach.

Dennoch unterscheide sich die Seelsorge stark von der in einer Pfarrei. Das Klientel, darunter viele Rekruten, sei jünger und säkularer. „Da muss man viel intensiver an die Sache rangehen“, weiß Wirzberger. Er ist aber zuversichtlich, dass er sich einen guten Draht zu den jungen Soldaten aufbauen kann. Ganz verabschieden von seinen bisherigen Aufgaben muss er sich aber nicht. An den Wochenenden, wenn in den Kasernen nicht viel los sei, helfe er in einer der benachbarten Pfarreien aus, erklärt der 37-Jährige.

Die Miesbacher hingegen dürfen derweil ab dem 1. September einen neuen Pfarrvikar in der Stadtpfarrkirche willkommen heißen. Michael Engel, der ursprünglich aus Weilheim kommt und in den vergangenen drei Jahren als Kaplan in der Stadtteilkirche Rosenheim am Inn gewirkt hat, wechselt nach Miesbach. In einer kurzen Vorstellung im Pfarrbrief schickt er bereits einen ersten Gruß: „Ich freue mich auf viele Begegnungen!“  

sg

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