Lebensgefahr! Heute Abend nicht am Isarufer aufhalten - selbst wenn es nicht regnet

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Ende ein er Institution: Seit 35 Jahren verkörpern Stefan und Anita Schachenmeier zusammen mit Bedienung Anneliese Blüml (r.) das Café Leb. Am Karsamstag 2017 endet jedoch diese lange gemeinsame Zeit.

Es gibt keine Nachfolge - und das hat seinen Grund

Abschied vom Café Leb - Schachmeiers schließen im April

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Miesbach – Im Frühjahr schließen Stefan und Anita Schachenmeier ihr traditionsreiches Café am Lebzelterberg – für immer. Einen Pächter wird es nicht geben - und das hat seinen Grund.

Das Café Lebzelter am Lebzelterberg ist eine dieser Lokalitäten, ohne die man sich Miesbach kaum vorstellen kann – oder zumindest mag. Feines Backwerk und Kuchen, Kaffee, dazu ein Ambiente, das in jedem Winkel den Esprit einer langen Tradition ausstrahlt. Jung und Alt schätzen seit jeher diesen familiären Treffpunkt – vor allem am Marktdonnerstag.

Doch 2017 ist damit Schluss. „Wir sperren am 17. April zu“, sagt Stefan Schachenmeier. „Das ist der Karsamstag. Um 12 Uhr ist es vorbei.“ Der Grund ist schnell erklärt: Der Chef geht in den Ruhestand. Kommende Woche wird er 65 Jahre alt. Ein Vierteljahr muss er dann noch arbeiten.

Es ist eine zwiespältige Situation für den Konditor und seine Frau Anita. Seit 1978 betreiben sie das Café und haben sich zu einer gastronomischen Institution hochgearbeitet. „Natürlich ist es schade, dass es dann vorbei ist“, sagen die Schachenmeiers. Aber es geht auch darum, auf sich zu schauen. Mehr Zeit füreinander zu haben.

Einen Nachfolger wird es nicht geben – so viel steht bereits fest. Die beiden Söhne Simon und Tobias haben im selben Haus ihre eigenen Geschäfte – Bergsport und Raumausstattung – eröffnet und kommen für eine Fortsetzung des Café-Betriebs nicht infrage. Und gegen einen Pächter spricht ein gewichtiges Hindernis: der Brandschutz.

Das aus dem Jahr 1783/84 stammende Gebäude ist mit den heute geltenden Vorschriften nur mit großem Aufwand in Einklang zu bringen. „Wir haben als langjährige Inhaber Bestandsschutz“, erklärt Stefan Schachenmeier. Ein neuer Pächter müsse aber sämtliche Vorschriften umsetzen – entsprechend müsste der Rentner Schachenmeier einen sechsstelligen Betrag in die Renovierung investieren. Finanziell ein zu großes Wagnis, zumal nicht sicher ist, dass bei einem neuen Inhaber das Geschäft funktioniert.

Damit stehen die Zeichen auf Abschied an einem Ort, der über Jahrzehnte und Jahrhunderte für Kontinuität steht. Seit 38 Jahren führen die Schachenmeiers das Geschäft, und seit 35 Jahren bedient Anneliese Blüml im Café. Auch ihr fällt es schwer, dass das Leb zumacht. Wo sie in Zukunft arbeiten wird, ist derzeit offen. Fest steht für alle, dass es weitergehen wird. Aber es wird halt nicht mehr so sein wie früher.

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