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Aigner und Löwis ehren die neuen Sozialpreisträger

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Von: Stephen Hank

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Ehrenamtlich engagiert: Landtagspräsidentin Ilse Aigner (r.) und Landrat Olaf von Löwis (4.v.l.) mit den Sozialpreisträgern (v.l.) Hans Sepperl, Thomas Althen, Petrika Kolodziezyk, Ute Krause, Reiner Lemme, Gerhard Berberich, Felix Gatzka, Christine Hauder und Dorothea Hock.
Ehrenamtlich engagiert: Landtagspräsidentin Ilse Aigner (r.) und Landrat Olaf von Löwis (4.v.l.) mit den Sozialpreisträgern (v.l.) Hans Sepperl, Thomas Althen, Petrika Kolodziezyk, Ute Krause, Reiner Lemme, Gerhard Berberich, Felix Gatzka, Christine Hauder und Dorothea Hock. © Stefan Schweihofer

Im Rahmen des „Tags des sozialen Ehrenamts“ haben Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Landrat Olaf von Löwis die Sozialpreisträger des Landkreises geehrt.

Landkreis – Für Ilse Aigner war der Termin im wahrsten Sinne des Wortes Ehrensache. „Ehrenamtliche Arbeit hat auch mein eigenes Leben sehr bereichert“, sagte die Landtagspräsidentin und Stimmkreisabgeordnete im Bayerischen Hof in Miesbach. Der Landkreis ehrte dort im Rahmen des „Tags des sozialen Ehrenamts“ die Sozialpreisträger 2021/22. Doch nicht nur sie standen am Mittwochabend im Mittelpunkt.

Preis mit jeweils 1000 Euro dotiert

Den Sozialpreis des Landkreises gibt es seit 15 Jahren. Er geht jährlich an drei Preisträger und ist mit jeweils 1000 Euro dotiert. Gespeist wird er aus dem Topf der Spendenaktion „Leser helfen Lesern“ der Heimatzeitung. „Wir erhalten jedes Jahr viele Vorschläge, was die Auswahl für das Vergabegremium stets sehr schwer macht“, berichtete Landrat Olaf von Löwis. „Denn alle Nominierten verdienen für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz höchste Wertschätzung und Anerkennung.“ Der Landkreis hat deshalb den „Tag des sozialen Ehrenamts“ ins Leben gerufen, der alle drei Jahre stattfindet und bei dem nicht nur die aktuellen, sondern auch die Preisträger der Vorjahre und die Nominierten gefeiert werden.

„Es ist wichtig, Engagement sichtbar zu machen“, betonte Aigner, die an diesem Abend die Festrede hielt. Über 41 Prozent der Bevölkerung seien ehrenamtlich engagiert. Auf diesem Fundament von persönlichem Engagement baue der Staat auf, es sei durch nichts zu ersetzen. Die Landtagspräsidentin: „Ohne die Ehrenamtlichen würde nichts laufen. Wir müssen von staatlicher Seite zeigen, dass wir das Ehrenamt schützen und unterstützen.“

In persönlichen Worten Arbeit gewürdigt

Die Anerkennung wurde an diesem Abend deutlich. Löwis würdigte nicht nur in persönlichen Worten die Arbeit der einzelnen Preisträger und Nominierten (siehe unten). Für sie war auch üppig mit Essen und Getränken gesorgt. Das Bläser-Quintett der Musikschule Schlierach-Leitzachtal übernahm den musikalischen Part. Vor und nach der offiziellen Preisverleihung blieb reichlich Gelegenheit, sich untereinander und mit Vertretern aus der Kommunalpolitik auszutauschen. Vielfach waren die Sozialpreisträger von ihren Bürgermeistern vorgeschlagen worden.

Erster offizieller Auftritt von neuer Fachgebietsleiterin

Organisiert hatte den „Tag des sozialen Ehrenamts“ Astrid Achterberg. Es war auch ihr erster offizieller Auftritt als Nachfolgerin von Paul Röpfl, der 17 Jahre lang die Fachstelle Soziale Angelegenheiten am Landratsamt geleitet hatte und vergangenen November in den Ruhestand ging. Überdies übernimmt Achterberg den Aufgabenbereich der kürzlich überraschend verstorbenen Christine Dietl. Wie die Ehrenamtlichen den lauen Sommerabend im Bayerischen Hof genossen, hätte der langjährigen Kreisseniorenbeauftragten gefallen.

Das sind die Preisträger

Der Sozialpreis des Landkreises geht in diesem Jahr an den Besuchsdienstkreis des Pfarrverbandes Waakirchen-Schaftlach, an Felix Gatzka mit seinem Projekt „Rolling Adventure“ und an die drei Tafeln im Landkreis. Der Besuchsdienstkreis, der von Christine Hauder und Dorothea Hock geleitet wird, besteht seit 2003. Er kümmert sich um ältere und gebrechliche Menschen – in Form von Besuchen, gemeinsamen Spaziergängen oder Besorgungen. Um es auch in der Mobilität eingeschränkten Menschen zu ermöglichen, Natur und Berge zu erkunden, hat Felix Gatzka die Joelette entwickelt. Inzwischen kommen Interessierte aus ganz Deutschland nach Gmund, um sich den Wanderrollstuhl auszuleihen. Die Tafeln schließlich sorgen dafür, dass Lebensmittel an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen kostenlos oder gegen einen symbolischen Betrag verteilt werden. Für die Holzkirchner Tafel nahmen Vorsitzender Gerhard Berberich und Hans Sepperl an der Preisverleihung teil, für die Miesbacher Tafel des BRK-Kreisverbands Organisatorin Ute Krause und der ehrenamtliche Fahrer Reiner Lemme und für die Gmunder Tafel des Diakonievereins Tegernseer Tal Petrina Kolodziezyk und Thomas Althen.

Das sind die früheren Preisträger und Nominierten

Beim „Tag des sozialen Ehrenamts“ würdigte Landrat Olaf von Löwis außerdem folgende frühere Preisträger und Nominierte: Marianne Bauer (Betreuung Demenzkranker im St. Anna Haus Holzkirchen); Gerheld Toifl und Anton Bagary (ehrenamtliche Helfer im Caritas-Mehrgenerationenhaus Rottach-Egern); Club Tegernsee (für vielfältiges soziales Engagement); Rosa Dümlein (Nachbarschaftshilfe Otterfing); Schorsch Englhart (Trachten- und Brauchtumspflege); Martina Ettstaller (Benefiz-Haareschneiden für die Aktion „Leser helfen Lesern“ und die Gmunder Tafel); Christine Frick (katholische Pfarrgemeinde Miesbach, u.a. Seniorenbesuchsdienst); Gisela Hölscher (Nachbarschaftshilfe Waakirchen); Verein Holzkirchen hilft (für vielfältiges soziales Engagement); Beate Höß (Seniorensozialarbeit in der Gemeinde Weyarn); Lisa Schlegl (katholischer Frauenbund Holzkirchen); Lions Club Am Tegernsee, Lions Club Miesbach-Holzkirchen und Lions Club Oberland (für vielfältiges soziales Engagement); Karl-Heinz Seybold (Leiter Tafel Schliersee und Demenzhelfer beim BRK Miesbach); Anni Thamm (Besuchsdienst katholische Pfarrgemeinde Kreuth); Thomas Ulrich (Selbsthilfegruppe für Burnout u.a.).

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