ALB: Fällzone in Miesbach wächst
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Noch nicht das Ende: Während der bisherigen Fällungen zur Bekämpfung des ALB fielen unter anderem Bäume im Waitzinger Park. In neuen Gebieten werden weitere folgen.

Zehn private Grundstücke betroffen

ALB: Fällzone in Miesbach wächst

  • Christian Masengarb
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Die Zonen, in denen alle bekannten Wirtspflanzen des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) in Miesbach gefällt werden müssen, wachsen – Richtung Südosten und Nordwesten.

Miesbach – Was sich bereits angekündigt hat, ist jetzt offiziell: Die Zonen, in denen alle bekannten Wirtspflanzen des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) in Miesbach gefällt werden müssen, wachsen – Richtung Südosten und Nordwesten. Das meldet die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), die die Bekämpfung des gefährlichen Schädlings leitet.

Die Nachricht hatte sich abgezeichnet. Wie berichtet, hatte die LfL während der bereits durchgeführten rund achtwöchigen Fällungen in der Stadt den ALB in mehreren Bäumen entdeckt, deren Befall ihr vorher unbekannt war. Einige der Bäume standen im Innern der Fällzone, weshalb diese durch die Funde unverändert blieb. Zwei Gehölze wuchsen jedoch nahe den Rändern. Sie verurteilten weitere Bäume und Sträucher zur Entnahme.

Im Nordwesten ist dies bereits geschehen. Weil die Vergrößerung der Fällzone dort öffentlichen Grund trifft, hat die LfL die Bäume in Absprache mit der Stadt während der bisherigen Fällungen entnommen. Im Südosten betrifft die Erweiterung zehn Privatgrundstücke. Hier stehen die Entnahmen noch an. Die LfL stimmt derzeit mit den Eigentümern das Vorgehen ab.

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Monitoring

Außerdem eine überraschende Nachricht: Die LfL pflanzt derzeit mit Unterstützung des Bauhofs in Miesbach 30 Ahornbäume – die Lieblingsheimat des ALB. Laut Allgemeinverfügung dürfen diese während der vierjährigen Quarantäne nach dem letzten Fund des Käfers eigentlich nicht angesiedelt werden. Zahlreiche Ahorne hat die LfL gerade vorbeugend gefällt.

Mit den neuen Bäumen verstößt die Behörde dennoch nicht gegen die eigene Verfügung: Sie sind als Fangbäume Bestandteil des Monitoringkonzepts. Ohne sie müssten sich eventuell verbleibende ALB-Larven nach dem Schlüpfen auf Gehölze außerhalb der Fällzone verbreiten, weil innerhalb dieser alle Wirtsbäume des Schädlings entnommen wurden. Dadurch würden sie weitere Fällungen verursachen. Die Fangbäume sollen das verhindern, indem sie dem Käfer innerhalb der Fällzone eine Heimat bieten. Die LfL wird sie regelmäßig auf Befall überprüfen, spätestens im nächsten Herbst entfernen und vernichten.

Ergänzt wird das Monitoring durch rund 50 Pheromonfallen, die in der Befallszone und den angrenzenden Bereichen in Bäume gehängt wurden. Straßenschilder markieren bereits seit Monaten die Grenzen der Quarantänezone.

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Info-Veranstaltung

Die geplante Infoveranstaltung, auf der die LfL über den aktuellen Stand der ALB-Bekämpfung Auskunft geben wollte, entfällt wegen Corona. Die Daten aus ihrem Freisinger Labor wird sie deswegen im Internet und über die Heimatzeitung veröffentlichen, sobald sie vorliegen.

Im Rathaus hat derweil Gerhard Kraus sein Büro bezogen. Der Diplom-Gartenbauingenieur der LfL ist mit seinem ALB-Spürhund Louis für den Siedlungs- und Offenlandbereich in Miesbach zuständig und hat bisher im ALB-Befallsgebiet in Neubiberg gearbeitet.

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