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ALB in Miesbach: Bislang keine weiteren Larven gefunden

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Von: Christian Masengarb

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ALB in Miesbach: Bislang keine weiteren Larven gefunden
ALB in Miesbach: Bislang keine weiteren Larven gefunden © Seiler

Das Sonder-Kronen-Monitoring der LfL in Miesbach nähert sich dem Ende. Bislang haben die Baumkletterer keine Larven gefunden. Das gibt Hoffnung, eine Verlängerung der Quarantäne vermeiden zu können.

Miesbach – Auch wenn das Sonder-Kronen-Monitoring der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Miesbach noch nicht vollständig abgeschlossen ist, gibt der Zwischenbericht des LfL-Gebietsbeauftragten Gerhard Kraus Grund zur Hoffnung: Bislang haben die Baumkletterer keine Hinweise auf lebende Asiatische Laubholzbockkäfer gefunden. „Ein, zwei Tage brauchen die Kletterer noch, bis sie ganz sicher sind“, sagt Kraus.

ALB in Miesbach: Bislang keine weiteren Larven gefunden

Aber sie hätten alle Bäume mindestens einmal bestiegen, einige öfter. Ganz ausgeschlossen sei also nicht, dass sie doch noch eine Larve des gefährlichen Schädlings finden. Unzählige werden es wohl aber nicht sein.

Wie berichtet, hatte Kletterer um Ostern ein ALB-Ausbohrloch an einer Kastanie im Biergarten des Waitzinger Bräus gefunden, später auch an einem Ahorn im Fritz-Freund-Park. Weil sie dort aber keine lebenden Larven entdeckten – die Bohrlöcher könnten mehrere Jahre alt sein –, ließ die LfL nur die beiden Bäume entnehmen. Die Befallszone wurde nicht erweitert, die Quarantäne nicht verlängert. Das Sonder-Kronen-Monitoring soll sicherstellen, dass sich nicht doch Larven in Miesbachern Wipfeln verstecken. Die LfL wird die endgültigen Ergebnisse in einigen Tagen mitteilen.

Derweil naht die Schlufpzeit des ALB. Sollte Larven überlebt haben, könnten sich diese frühestens Ende Mai aus den Gehölzen bohren. Die LfL wird daher das Holz am Sammelplatz auf der Waitzinger Wiese nun in kürzeren Abständen häckseln. Lebt darin ein Käfer, soll er keine Chance haben, sich fortzupflanzen.

Kraus bittet die Menschen außerdem, Wurzelstöcke nicht zum Sammelplatz zu bringen. „Das verursacht unnötig Aufwand und Kosten.“ Der ALB sei noch nie in einem Wurzelstock entdeckt worden. Die Miesbacher sollten Gewächse daher so nahe wie möglich über dem Boden abschneiden. Das überirdische Holz komme auf den Sammelplatz, der Wurzelstock auf den Kompost.

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