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ALB-Monitoring in Miesbach: Keine neuen Funde in der Quarantänezone

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Von: Christine Merk

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Die Pheromonfalle an der Waitzinger Wiese ist bisher leer geblieben.
Die Pheromonfalle an der Waitzinger Wiese ist bisher leer geblieben. © Thomas Plettenberg

Die Nachricht macht Hoffnung. Das Monitoring nach dem Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) in Miesbach läuft auf Hochtouren, und bisher wurde kein weiterer Befall entdeckt.

Miesbach - Keine neuen Käfer oder Larven meldet die zuständige Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Die LfL hat Baumkletterer zum ALB geschult. Sie suchen in der sogenannten Fokuszone, also im Radius von 500 Metern um die ursprünglich befallenen Bäume, in den Baumkronen auf Anzeichen des ALB. Sträucher und schwächere Bäume sowie den Rest der Quarantänezone kontrollieren die LfL-Inspektoren vom Boden aus, bei Bedarf mit Ferngläsern oder Spektiv.

Fangbäume sollen noch vorhandene Käfer anlocken, ebenso wie Pheromonfallen. Bei beiden gab es keine Funde. Speziell ausgebildete ALB-Spürhunde ergänzen die Maßnahmen und werden vor allem bei Hecken und Feldgehölzen, bei der Kontrolle von Schnittgut und insbesondere bei Verdachtsfällen gezielt eingesetzt.

Die Entwicklung des ALB dauert von der Eiablage bis zum neuen Käfer zwei Jahre. Dieser Zyklus ist jetzt, seit der ersten Entdeckung des ALB-Befalls im August 2019, vergangen. Die Käfer würden also vermutlich heuer schlüpfen. Wenn keine neuen Käfer auftreten, war die Bekämpfung im letzten Jahr wirksam.

Erste Monitoring-Runde kurz vor Abschluss

Die erste Runde des LfL-Bodenmonitorings steht kurz vor dem Abschluss, mit bisher negativen Ergebnissen als erfreulicher Zwischenbilanz. Die Pheromonfallen wurden heuer in zwei Runden kontrolliert, ohne Funde. Die sogenannten Fangbäume in der Befallszone werden wöchentlich auf Spuren von Reifungsfraß sowie Eiablagestellen untersucht.

Die LfL lobt auch die Bürger, die sehr aufmerksam bei der Käfersuche sind. Regelmäßig entdecken sie Käfer, die sie auch Verdacht der LfL melden. Es handelt sich dabei meist um Handwerkerböcke oder heimische Moschusbockkäfer, auch Pappelbock und Alpenbockkäfer. Die LfL ermuntert dazu, Beobachtungen weiterhin per Mail oder Telefon an die ALB-Hotline weiterzugeben oder direkt an die Experten im Rahmen der Monitoringbesuche. Harmlose Käfer sollen am Fundort wieder in die Freiheit entlassen werden.

Auflagen für Schnittgutentsorgung gelten weiter

Besondere Auflagen gelten nach wie vor bei der Entsorgung des Schnittguts von Laubbäumen und -sträuchern. Äste und Zweige dürfen weiterhin auf dem eigenen Grundstück als Brennholz oder geschreddert als Mulch verwendet werden. Sie werden außerdem am Sammelplatz auf der Waitzinger Wiese angenommen. Bei der Abgabe sind Name und Anschrift des Grundstücks anzugeben, damit bei einem Fund die Herkunft zurückverfolgt werden kann.

Die LfL bittet die Grundstückseigentümer innerhalb der Quarantänezone, alle Wirtspflanzen alle zwei Monate auf Anzeichen des ALB zu untersuchen. Es kann auch eine fachkundige Person beauftragt werden. So verfährt die Stadt Miesbach, die diese Kontrolle an geeignete Firmen übergeben hat.  

cmh

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