Vereint noch stärker: Die Mitglieder des Vorstand der neuen Anbietergemeinschaft wurden jeweils einstimmig gewählt: (von links) Barbara Obermeier (Fischbachau), Andrea Bernöcker (Agatharied), Gerda Walser (Obersöchering), Alois Schmid (Huglfing), Barbara Heiß (Krün), Helga Gretschmann (Uffing), Anna Maria Bernwieser (Bad Heilbrunn) und Christine Oswald (Jachenau) mit Vertretern des Maschinenrings Oberland Sylvia Neumeier, Georg Saur sowie Notar Thomas Grauel. 

"Urlaub auf dem Bauernhof"

Dem Allgäu und dem Chiemgau Paroli bieten

Landkreis - Urlaub auf dem Bauernhof ist für die hiesige Landwirtschaft ein immer wichtigeres zweites Standbein. Dafür hat sich jetzt die Anbietergemeinschaft Pfaffenwinkel mit den Unterstützern aus Tölz, Tegernsee und Werdenfels zusammengeschlossen.

Eine Verschmelzung vollzogen haben drei Anbietergemeinschaften von „Urlaub auf dem Bauernhof“ – Bad Tölz-Wolfratshausen, Alpenregion Tegernsee-Schliersee und Zugspitz-Region – Werdenfelser Land – mit dem „Bauernhof- und Landurlaub Pfaffenwinkel und Ammersee-Lech“. Dazu waren die einzelnen Vertreter nach Benediktbeuern und in den Urthaler Hof“bei Sindelsdorf gekommen.

Die neue Anbietergemeinschaft, die wieder den Status eines eingetragenen Vereins anstrebt, trägt den Namen „Bauernhof- und Landurlaub im Bayerischen Alpenland“. Grund für den Zusammenschluss ist laut Gerda Walser, die einstimmig zur ersten Vorsitzenden gewählt wurde, dass die bisherigen Anbietergemeinschaften zu klein waren, um auf Dauer mit den Nachbarn konkurrieren zu können. Die neue Gemeinschaft hat etwa die Stärke der benachbarten Wettbewerber, die einerseits das Allgäu und Schwaben und andererseits den Chiemgau vertreten. Das Büro wird in den Räumen des Maschinenrings Oberland in Peiting sein, wo sich bisher das Büro der Anbieter aus dem Pfaffenwinkel befand.

Der letzte Jahresbericht des Vereins aus dem Pfaffenwinkel, der für das Jahr 2015 erstellt wurde, fällt positiv aus. Es gab keine Austritte, aber zwei Eintritte. Von den 68 Höfen sind 39 nach ihrer Qualität klassifiziert. Je sechs Höfe haben bei der Bewertung drei oder fünf Sterne bekommen, 27 liegen mit vier Sternen im Mittelfeld.

Laut Walser wird es nach dem Zusammenschluss einige Neuerungen geben. So werde aus Kostengründen die gedruckte „Gockelpost“ seltener erscheinen, dafür der Internetauftritt „Gockelnet“ und die Benachrichtigung über „Gockelmail“ – der Gockel ist das Markenzeichen der Anbietergemeinschaft – an Bedeutung gewinnen.

Die Zukunft planen will die Anbietergemeinschaft am 9. Mai bei einer Klausurtagung. Am 10. Mai können sich die Gastgeber in Sachen „Outdoor Cooking“ weiterbilden, am 2. Juni wird die Auszeichnung „Goldener Gockel“ verliehen. Außerdem ist eine Lehrfahrt in den Bayerischen Wald geplant.

Sorgen machen den Anbietern die diesjährigen Ferientermine. Heuer gebe es im Juni keine Ferien und daher fast keine Nachfrage nach Ferienwohnungen. Im Juli und August hingegen müssten Anfragen abgewiesen werden, weil die Wohnungen bereits vermietet seien. Eine Vermieterin bat den hiesigen Landtagsabgeordneten Harald Kühn (CSU), sich für eine besserer Verteilung der Ferien einzusetzen.

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