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Alpenbus-Projekt liegt weiter auf Eis: Landkreis Miesbach nach Ausstieg Rosenheims im Ungewissen

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Von: Jonas Napiletzki, Stephen Hank

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Alpenbuslinie vor dem Ausstieg Rosenheims
So war der Verlauf der Alpenbuslinie vor dem Ausstieg Rosenheims. Nun stellt sich die Frage, ob das Projekt ohne das Inntal überhaupt noch sinnvoll und finanzierbar ist. © Grafik: mm

Die Alpenbuslinie war lange vorbereitet worden. Dann hat sich die Stadt Rosenheim überraschend für einen Ausstieg entschieden. Jetzt sind auch andere Partner im Ungewissen.

Landkreis – Nachdem sich die Stadt Rosenheim gegen eine Beteiligung am Alpenbus entschieden und damit den Landkreis Miesbach und weitere Partner vor den Kopf gestoßen hat, sind Start und Verlauf der geplanten Buslinien weiter ungewiss. Bei der Stadt Rosenheim habe es zu dem Thema keine neuerlichen Beratungen gegeben, teilte Christian Schwalm, stellvertretender Pressesprecher der Stadt, auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Alpenbus hätte im Jahr 2024 starten sollen

Wie berichtet, hätte der Alpenbus bereits ab Juni 2024 auf zwei Linien die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau sowie Stadt und Landkreis Rosenheim verbinden sollen. Über das Projekt hatten die Beteiligten mehrere Jahre gemeinsam beraten. Im Dezember vergangenen Jahres war dann der Verkehrsausschuss der Stadt Rosenheim einhellig zu dem Schluss gekommen, dass die Kosten-Nutzen-Relation aus Sicht der Stadt Rosenheim ungünstig sei. Das Projekt wurde folglich abgelehnt.

In der jüngsten Sitzung des Miesbacher Kreisentwicklungsausschusses sprach Landrat Olaf von Löwis (CSU) von einer „Ehrenrunde“, die die Stadt noch brauche. Stadt und Landkreis Rosenheim betreiben seit 1995 die Rosenheimer Verkehrsgesellschaft mbH und sitzen damit bei Verkehrsprojekten wie dem Alpenbus in einem Boot. „Wenn die Stadt nicht dabei ist, stellt sich schon die Frage, wie sich der Alpenbus überhaupt realisieren lässt“, sagte Löwis.

„Definitiv gestorben ist das Projekt für die Stadt Rosenheim noch nicht“

Ein wenig Hoffnung gibt es immerhin. „Aktuell steht die Alpenbuslinie auf keiner Tagesordnung der anstehenden Sitzungen“, berichtet Pressesprecher Schwalm. „Definitiv gestorben ist das Projekt für die Stadt Rosenheim aber noch nicht.“ Sie sei mit den Alpenbus-Partnern im Austausch. Auch eine potenzielle Nachverhandlung in einer der nächsten Sitzungen sei möglich, zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch nicht terminiert. Wann es so weit ist und ob Rosenheim seine Entscheidung tatsächlich zu revidieren gedenkt, lässt Schwalm offen.

Im Landkreis könnten neue Beschlüsse zur Kostenfrage und Streckenführung ohne Rosenheim frühestens am 29. Juni im Kreisentwicklungsausschuss und am 6. Juli im Kreistag getroffen werden. Bis dahin liegen die Planungen für die Buslinie auf Eis.  nap/sh

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