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Beliebtes Segment: Der Premium-Wanderweg in Fischbachau kommt bei den Besuchern recht gut an.

Alpenregion Tegernsee Schliersee legt positive Bilanz vor

ATS auf dem Weg zum Tourismus-Dienstleister

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Die ATS hat es geschafft: Nach der Halbierung der finanziellen Unterstützung durch den Landkreis auf 425 000 Euro hat sich das Kommunalunternehmen mit Erfolg neu ausgerichtet. Dadurch wurde das Betriebsergebnis vervierfacht: 2017 wurde ein kleiner Überschuss erwirtschaftet.

Der Umbau ist gelungen: Das Tourismus-Kommunalunternehmen Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) hat sich auf dem Weg hin zum Dienstleister stabilisiert. Dies belegen die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung von 2017, die ATS-Vorstand Harald Gmeiner im Wirtschaftsausschuss des Kreistags vorgestellt hat.

Eine tragende Säule ist dabei das Kompetenzzentrum, das für die Tourismus-Akteure im Landkreis zunehmend Aufträge übernimmt. Die Palette reicht vom Gastgeberverzeichnis über Beschilderungskonzepte wie in Miesbach und Irschenberg hin zur Erstellung und Pflege von Online-Auftritten der privaten Gastgeber. Insgesamt 22 Projekte spielten hier 131 000 Euro ein.

Zu den Aufgaben der ATS gehört es jedoch auch weiterhin, Trends im Tourismus herauszuarbeiten und strategische Schlüsse daraus zu ziehen. So habe die Analyse der Zahlen gezeigt, dass die Zahl der Betten im Landkreis sich in den vergangenen Jahren um 10,4 Prozent verringert hat. Waren es 2008 noch 14 264, wurden 2017 nur noch 12 522 verzeichnet. Gleichzeitig stieg im selben Zeitraum die Zahl der Übernachtungen von 2 177 484 auf 2 306 658 – das ist ein Plus von 5,9 Prozent.

Für Gmeiner bekräftigen diese Zahlen die ATS in ihrer Strategie: „Unser Ziel ist es, den Tourismus im Landkreis qualitativ zu verbessern.“ Daneben stehe auch ein effektives Marketing. Hierbei habe es der Landkreis verhältnismäßig einfach, weil 94,1 Prozent der Gäste, die 2017 zu Besuch waren, aus Deutschland stammen. 30,5 Prozent von ihnen stammen aus Bayern. Das am zweitstärksten vertretene Bundesland ist Nordrhein-Westfalen (14,9 Prozent), gefolgt von Baden-Württemberg (8,3) und Hessen (6,5).

Sehr gut kommt bei den Gästen laut Gmeiner der Premiumwanderweg in Fischbachau an. „Damit lassen sich die Besucherströme gut lenken.“ Wandern liege insgesamt gut im Trend, weshalb die ATS auch bei der Messe Tour Natur in Düsseldorf vertreten war. Unter anderem wird auch die Wandererlebniskarte neu aufgelegt.

Das wirtschaftliche Ziel, sich neben dem Zuschuss des Landkreises selbst zu finanzieren und trotzdem die Tourismuswirtschaft vor Ort zu unterstützen, hat die ATS 2017 erreicht. Als kleiner Überschuss wurden 4116 Euro erwirtschaftet – rund viermal mehr als im Vorjahr. Aus Gmeiners Sicht ist es ein gutes Ergebnis: „Wir können mit diesem Geschäftsjahr absolut zufrieden sein.“ Besonders erfreulich sei, dass die ATS in der neuen Rolle als Dienstleister bekannter werde. „Wir stehen stabil da.“

ddy

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