Korruptionsskandal im BAMF? Asylanträge sollen grundlos genehmigt worden sein

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Viel zu tun: Der Mittelteil ist der wohl kostenintensivste Sanierungsabschnitt des Klosters.

Als Übergangslösung bis zur Sanierung

Museumsverein will Kloster pachten

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Bis das Miesbacher Kloster saniert ist und das geplante Museum einziehen kann, werden wohl noch einige Jahre ins Land gehen. Der Museumsverein plant deshalb ein Übergangsmodell: Er will das Kloster pachten, um es zumindest im kleinen Rahmen zu nutzen.

Die Mitglieder des Museumsvereins brauchen Geduld, um das geplante Museum im alten Miesbacher Kloster einrichten zu können. Der Grundsatzbeschluss des Stadtrats wurde bereits 2013 einstimmig gefällt, doch in der Sache ging seitdem wenig weiter. Zum einen fehlt der Stadt das Geld, zum anderen ein Überblick über die zu erwartenden Kosten. Der vom Denkmalschutz geforderte Baualtersplan, auf den Gesamtkonzept und Umsetzung abgestimmt werden sollen, liegt der Stadt bereits seit einigen Wochen vor, doch handeln müssen andere, sagt Paul Fertl: „Es ist nun am Landesamt für Denkmalpflege, die entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen.“

Miesbachs Zweiter Bürgermeister hat das Gutachten in Vertretung von Bürgermeisterin Ingrid Pongratz „quergelesen“ – allerdings ohne wesentliche Konsequenzen auf die Stadt entdeckt zu haben. „Man erfährt viel über die Baugeschichte des Klosters, über Alter und Funktion der Räume. Was von der Bausubstanz jedoch erhaltenswert ist und was nicht, kann nicht die Stadt entscheiden, sondern nur der Denkmalschutz.“

Damit liegt der Ball wieder bei Dritten – und der Museumsverein muss weiter warten. Doch das ist schwierig, wie Vorsitzender Carl Langheiter auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt: „Es wird immer schwerer, das Engagement unserer Mitglieder zu erhalten. Denn ohne das Museum hat auch unser Verein keine wirkliche Daseinsberechtigung.“

Um während der Wartezeit, die wohl mehrere Jahre dauern wird, ein Betätigungsfeld zu haben, erwägt der Museumsverein, das Kloster von der Stadt für drei bis fünf Jahre zu pachten. Das hätte laut Langheiter positive Effekte für beide Seiten: Die Stadt hätte nur mehr einen Ansprechpartner und könnte den Zeitdruck minimieren. Der Museumsverein könnte dagegen im kleinen Stil – quasi halb-öffentlich – Ausstellungen machen und in seinem Metier arbeiten. Ein weiterer Vorteil: Die Stadt müsste sich nur noch mit einem Ansprechpartner auseinander setzen, nicht mehr mit mehreren. Denn aktuell nutzt unter anderem der Asyl-Helferkreis Räume im Kloster.

Den konkret ausgearbeiteten Pachtvorschlag will der Museumsverein zügig dieser Tage schriftlich im Rathaus vorlegen – auf jeden Fall rechtzeitig zur Klausur des Stadtrats, die am Samstag, 25. November, stattfindet. Denn dabei soll hinter verschlossenen Türen auch über das weitere Vorgehen in Sachen Kloster und Museum diskutiert werden.

Die immer wieder aufkeimenden Bedenken, der Stadtrat wolle das Museum wegen der zu erwartenden Kosten mittlerweile gar nicht mehr realisieren, traue sich aber nicht, das der Bevölkerung zu sagen, weist Fertl indes zurück: „Das kann ich nicht bestätigen. Der Grundsatzbeschluss wurde 2013 einstimmig getroffen. Schon damals dürfte allen klar gewesen sein, dass wir dafür Geld in die Hand nehmen müssen.“

Auch zuletzt habe es ein klares Signal gegeben, sagt Fertl und verweist auf die Stadtratsdiskussion im Juli zum geplanten Erweiterungsbau der Krippe auf dem Klostergelände. Bei dieser Gelegenheit wurde der Antrag von Markus Seemüller abgelehnt, auch den Mittelteil des Klosters für eine Krippennutzung prüfen zu lassen – nur für den Fall, dass es mit dem Museum nichts werde. „Das“, glaubt Fertl, „zeigt meiner Meinung nach klar, dass man am Museum festhalten will.“ Die Frage sei nur, „was können wir wann schultern“.

Positive Signale gibt es laut Fertl dagegen in Sachen Krippenerweiterung. Bei einer Besprechung habe sich das Landratsamt offen gezeigt für einen Neubau im jetzigen Schuppenbereich.

ddy

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