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Bei der Jubiläumsfeier im Waitzinger Keller in Miesbach ließ Schulleiter Alexander Ohly (am Rednerpult) die vergangenen 20 Jahre der Schule Revue passieren.

Universell und europäisch anerkannt

Altenpflegeschule in Miesbach: Neuer Leiter, neue Ausbildung

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Die Berufsfachschule für Altenpflege in Miesbach gibt es seit 20 Jahren. Jetzt wird sie runderneuert: an der Spitze, aber auch in Sachen Ausbildung.

Miesbach – Seit 20 Jahren gibt es die Berufsfachschule für Altenpflege im Alten Krankenhaus in Miesbach – mit Alexander Ohly hat sie nun einen neuen Leiter bekommen. Zudem trägt sie einen neuen Namen – Berufsfachschule für Pflege – und wird ab Herbst 2020 eine generalistische Ausbildung anbieten. Die Absolventen dürfen sich künftig Pflegefachfrau oder -mann nennen.

Ohly ist kein neues Gesicht an der Schule. Er gehört bereits seit 2004 zum Lehrerkollegium, nachdem er zuvor 15 Jahre als Altenpfleger gearbeitet hatte. Seit 2010 war er stellvertretender Schulleiter. Nun tritt er die Nachfolge von Ulrich Brenner an, der im August dieses Jahres in den Ruhestand ging. Die Neuausrichtung der Schule stellt an Ohly neue Herausforderungen, dessen ist er sich bewusst. Er werde darauf achten, dass „die Qualität der schulischen sowie der praktischen Ausbildung an die neue Ausbildungssituation“ angepasst werde, verspricht er. „Die Azubis in der Pflege bekommen eine umfassendere Grundausbildung aus allen Bereichen der Pflege.“

Als Schulleiter wolle er ein Arbeitsklima für gemeinsames Lernen ermöglichen, wie es bereits sein Vorgänger Brenner getan habe. Für die Lehrkräfte heiße das: maximale Eigenverantwortung, Teamarbeit und Vertrauen untereinander. Den Schülern wolle er ein sicheres, gesundes und angenehmes Umfeld bieten und für jeden ein offenes Ohr haben. Ohly ist außerdem sehr stolz darauf, dass derzeit 19 unterschiedliche Nationen an der Schule vertreten sind und es „in den vergangenen 20 Jahren niemals Probleme unter den Schülern aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft gegeben hat“.

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Bei der Jubiläumsfeier stellte sich Ohly als neuer Schulleiter vor. Gefeiert wurde mit Schülern und Lehrern sowie Vertretern aus Bildung und Politik im Waitzinger Keller – musikalisch bereichert vom Miesbacher Chor mit Evergreens. Ohly ließ dabei die vergangenen 20 Jahre Revue passieren und würdigte besonders die Leistung seines Vorgängers Brenner, der die Schule mit einem kleinen Team und viel Improvisationstalent und Engagement aufgebaut und zu einer anerkannten Bildungseinrichtung weiterentwickelt habe.

Träger der Schule ist die Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste (GGSD). Deren Geschäftsführerin Ute Kick ging bei der Feier auf die Zukunft der Pflege ein, machte die gesellschaftliche Brisanz des Pflegeberufs und die damit verbundenen Ansprüche und Perspektiven deutlich. Wie wichtig der Beruf ist und welch hoher persönlicher und fachlicher Anspruch damit verbunden ist, wurde deutlich beim Vortrag von Martin Alsheimer, Leiter der Hospiz Akademie. Er konfrontierte die Zuhörer auf informative und berührende, aber auch humorvolle Weise mit dem Thema Sterben und Palliativpflege.

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Dass die Aufwertung der Pflege – auch in finanzieller Hinsicht – eine vorrangige politische Aufgabe darstelle, das machten sowohl Landrat Wolfgang Rzehak, als auch Miesbachs Zweiter Bürgermeister Paul Fertl deutlich. Beide würdigten die Bedeutung der Ausbildung und des Berufs für die Gesellschaft.

Den Pflegeberuf in generalistischer Ausbildung bietet die Schule in Miesbach künftig an – als Berufsfachschule für Pflege bildet sie künftig nach dem Pflegeberufegesetz Pflegefachkräfte aus. Die Schule ist dafür gut vorbereitet und ausgestattet – sowohl hinsichtlich der Lehrkräfte, als auch technisch und räumlich, betont der Träger.

Die zukünftigen Absolventen werden die Berufsbezeichnung Pflegefachfrau oder -mann tragen. Ohly ist überzeugt, dass die generalistische Ausbildung ein Erfolg wird. Sie sei universell, vielseitiger und werde europäisch anerkannt. Interessierte können sich bereits für die Ausbildung ab Herbst 2020 bewerben.

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