Begehrt und deshalb unter strenger Beobachtung: die beiden Parkplätze vor dem Café Elisabeths Platzerl.
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Begehrt und deshalb unter strenger Beobachtung: die beiden Parkplätze vor dem Café Elisabeths Platzerl.

Am Stadtplatz

Miesbach: Begehrtes Park-Platzerl soll mehr kontrolliert werden

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Parkplätze in Miesbachs Innenstadt sind heiß begehrt, vor allem wenn sie nah und gratis sind. Im Fall der Parkbucht vor dem Café Elisabeths Platzerl am Stadtplatz ist der Unmut in der Nachbarschaft nun offenbar groß.

So groß, dass sich der Bauausschuss des Miesbacher Stadtrats mit dem Thema befassen musste.

Wie Nicki Meyer von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde der Stadt berichtete, seien eine Reihe Beschwerden eingegangen, wonach „immer dieselben Fahrzeuge dort stundenlang stehen“. Und das, obwohl dort mit Parkscheiben nur 15 Minuten Parkzeit erlaubt seien. Komme eine Kontrolleurin vorbei, so zitierte Meyer, würden die Autos zügig entfernt.

Für Erhard Pohl (CSU) ist die Sache klar: „Wir haben diesen Ultrakurz-Parkplatz für die Bank dort oben. Deshalb sollten wir bei der bestehenden Regelung bleiben, aber konsequent kontrollieren und Verstöße ahnden.“ Eine Aufhebung des Ultrakurzzeit-Parkens lehnte er ab. „Wir haben sonst keine schnellen Parkplätze.“ Dem stimmte auch Verkehrsreferent Florian Ruml (FWG) zu. Hedwig Schmid (SPD) äußerte dagegen ihr Unverständnis über die Zweckentfremdung: „Ich verstehe nicht, warum man Kunden den Parkplatz wegnimmt, indem man sich selbst darauf stellt.“

Der Bauausschuss einigte sich einstimmig darauf, die bisherige Regelung beizubehalten. Das Ahnden beim Überziehen der Parkzeit dürfte jedoch schwierig werden, denn rein rechtlich – so merkte Bauamtsleiter Lutz Breitwieser an – dürfe man ja beim Einstellen der Ankunftszeit auf die nächste halbe oder volle Stunde vorstellen. Pohl regte an, die beiden Parkplätze am Stadtplatz Nummer 1 zu kennzeichnen. Das verhindere, dass sich einzelne Fahrzeuge mittig darauf stellen.

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