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Führungswechsel: Gerd Seubert (l.) hat das Finanzamt Miesbach verlassen. Zum neuen Posten gratulierte der Vizepräsident des Landesamts für Steuern, Christoph Habammer, Karin Büchner. 

„Ich glaube, wir haben die richtige Leiterin für Miesbach ausgesucht“

Amtsübergabe im Finanzamt: Seubert verabschiedet, Büchner eingeführt

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Fast neun Jahre leitete Gerd Seubert das Miesbacher Finanzamt.  Bei einem Festakt wurde er nun offiziell verabschiedet und seine Nachfolgerin, Karin Büchner, ins Amt eingeführt.

Landkreis – Manchmal fühlte sich Gerd Seubert wie der französische Maler Claude Monet. In jenen Momenten, wenn es seinen eigenen Angaben zufolge zu schlimm wurde. „Dann habe ich die Seerosen auf dem Teich hinterm Finanzamt betrachtet“, sagte er mit einem Schmunzeln. „Zum Zeichnen hatte ich allerdings keine Zeit.“ Über achteinhalb Jahre hat Seubert die Geschicke im Miesbacher Finanzamt geleitet. Bei einem Festakt wurde er gestern verabschiedet, seine Nachfolgerin, Karin Büchner, ins Amt eingeführt. „Für mich war es in Miesbach eine schöne und erfüllende Aufgabe in meinem Berufsleben“, sagte Seubert. „Mir bleibt die Zeit in guter Erinnerung.“

Seubert hatte es zurück in die Nähe seiner Heimat gezogen, er leitet seit Juni vergangenen Jahres das Finanzamt in Traunstein. Für die rund 170 Mitarbeiter in Miesbach ist seit 24. September Büchner zuständig. Die Münchnerin ist 1959 in Hamburg geboren und gehört der Bayerischen Finanzverwaltung seit 1989 an. Tätig war sie seither in Dachau, im Zentralfinanzamt München, später in Starnberg, München I und Rosenheim.

Regierungsdirektor Erich Treffer, der als Ständige Vertretung im Miesbacher Finanzamt fungiert, eröffnete den Festakt im Waitzinger Keller. Neben der Oberbayerischen Regierungspräsidentin Maria Els begrüßte er Vertreter der kommunalen Politik, Leiter von Behörden und öffentlichen Einrichtungen aus dem Landkreis sowie die Mitarbeiter des Finanzamts. Als Vertreter des Bayerischen Landesamts für Steuern war außerdem Vizepräsident Christoph Habammer gekommen und hatte ein paar Zahlen im Gepäck: 2016 lag das Steueraufkommen im Landkreis bei 820 Millionen Euro, 2018 bei 904 Millionen Euro. „Das Finanzamt Miesbach steht gut da“, meint Habammer. „Da ist immer Luft nach oben.“ Er sei gespannt, ob die Milliarden-Grenze 2019 vielleicht sogar geknackt wird.

Wie gut Steuern sind, wenn sie denn richtig eingesetzt werden, machte Landrat Wolfgang Rzehak am Katastrophenfall im Landkreis deutlich. Viele Helfer der Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr waren in den vergangenen Tagen unermüdlich im Einsatz, um Schulen, Turnhallen, aber auch Wohnhäuser von den Schneemassen zu befreien – finanziert werden die Einsätze durch Steuergelder. Und das Finanzamt helfe dabei, dass der Landkreis Geld habe.

Ihren Anteil haben daran vor allem die Mitarbeiter. „Frau Büchner hat eine gute und motivierte Mannschaft übernommen“, meint Regierungsdirektor Treffer. Und diese soll die Münchnerin nun zusammenhalten. Laut Habammer müsse sie dafür Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Wichtig sei aber auch, das Amt nach außen hin gut zu repräsentieren und natürlich auch steuerlich fit zu sein. Aus einer Beurteilung, die Büchner 1992 ausgestellt wurde, zitierte Habammer: „Frau Büchner wird auch bei starker Belastung weder müde noch nervös noch unlustig.“ Nachdem sich das Lachen im Saal gelegt hatte, fügte er hinzu: „Ich glaube, wir haben die richtige Leiterin für Miesbach ausgesucht.“

Das Schlusswort hatte Büchner selbst. Bei allen kommenden Veränderungen, seien sie technologisch oder gesellschaftlich, seien ihr zwei Dinge besonders wichtig: dass das zwischenmenschliche Miteinander unter Kollegen sowie zu den steuerpflichtigen Bürgern gut sei und dass die Mitarbeiter immer im Mittelpunkt aller Entwicklungsprozesse stehen. So möchte sie die kommenden Jahre in Miesbach anpacken. „Ich freue mich riesig, dass ich hier bin.“

tas

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