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Zwischen Holzkirchen und Miesbach verläuft die BOB-Strecke durch mögliches Wasserschutzzonengebiet.

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Bedroht Wasserschutzzone die Bahn-Elektrifizierung?

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Könnte die Ausweisung einer Wasserschutzzone die Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Bayrischzell gefährden? Dieses Szenario blitzte jetzt im Kreisausschuss auf.

Landkreis - Anlass war die Feinabstimmung über die weitere Vorgehensweise beim derzeit laufenden Auslegungs- und Beteiligungsverfahren. Auch der Kreisausschuss soll – im Namen des Landkreises als betroffenem Grundeigentümer – eine Stellungnahme formulieren. Diese muss bis zum 18. März vorliegen. Dann endet die Frist für die Träger öffentlicher Belange. In der Sitzung am 7. März will sich der Ausschuss dieses Themas annehmen. Bis dahin sammelt die Verwaltung die Anregungen und Stellungnahmen einzelner Kreisräte und der Fraktionen.

FWG-Fraktionssprecher Norbert Kerkel bat das Landratsamt darum, zeitnah eine komplette Liste der kreiseigenen Liegenschaften im betreffenden Gebiet vorzulegen und die potenziellen Folgen dafür aufzuzeigen. Laut Verwaltung laufen lediglich zwei Kreisstraßen durchs Schutzgebiet, weiteren Grundbesitz gibt es nicht.

Sein CSU-Kollege Josef Bierschneider brachte die Bahnstrecke nach Bayrischzell ins Spiel. Zwar sei der Landkreis nicht Betreiber der Strecke, aber als Aufgabenträger des Öffentlichen Personennahverkehrs müsse es in seinem Interesse liegen, dass die Ausweisung einer Wasserschutzzone nicht die Pläne für eine Elektrifizierung zunichtemacht. Tatsächlich könnte der Bau neuer Masten in einem Schutzgebiet zum Problem werden, berichtete Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU). Auch Kerkel mahnte zur Vorsicht – und erinnerte an die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten in den 1960er-Jahren. Damals habe man die Herausnahme von Flächen als keine große Sache betrachtet. „Die Elektrifizierung“, sagte er, „könnte also in der Zukunft zum Problem werden.“

sh

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