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Anmeldezahlen am Gymnasium Miesbach liegen vor

Steigende Nachfrage nach Mittelstufe plus

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Miesbach - Die Nachfrage nach der sogenannten "Mittelstufe plus" steigt. Auch am Gymnasium Miesbach, das die verlängerte Mittelstufe erprobt.

47 Gymnassium in Bayern erproben derzeit eine von drei auf vier Jahren verlängerte Mittelstufe, darunter auch das Gymnasium Miesbach. Die Anmeldung für das zweite Versuchsjahr hat gezeigt, dass das Interesse noch gestiegen ist: 67,5 Prozent der Schüler votierten für die „Mittelstufe plus“. In Miesbach sind es gar 78,3 Prozent (bisher 70,7 Prozent).

Die CSU legt sich allerdings noch nicht fest, ob sie das Gymnasium flächendeckend auf G9 umstellen wird. Die „Pilotphase ist ergebnisoffen“, betonte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) im Bildungsausschuss des Landtags. Spaenle sagte, er sehe „Grenzen der schulorganisatorischen Umsetzung“ des Schulversuchs, Details ließ er offen. Denkbar ist offenbar, dass nach Abschluss des Versuchs mehrere Modelle wie in einem Baukasten zur Verfügung stehen – und die Gymnasien in Bayern flächendeckend die Wahlfreiheit haben, eine Mittelstufe Plus in der ein oder anderen Weise einzuführen – oder auch nicht.

Dagegen wehrt sich der Bayerische Philologenverband. „Eine solche Regelung sehe ich kritisch“, warnte Verbandschef Max Schmidt. Das gebe „Kraut und Rüben“. SPD und Freie Wähler verlangten im Landtag vergeblich, die Schulen jetzt schon auf G9 umzupolen. „Das G8 ist Geschichte“, sagte Martin Güll (SPD). Dagegen verwahrte sich sein CSU-Kollege Gerhard Waschler: „Ich bin stolz auf das bayerische Gymnasium, so wie wir es haben.“

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