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Der Arbeitsmarkt im Landkreis Miesbach erholt sich sehr langsamt.

Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote sinkt auf 3,0 Prozent - weit weg vom Vorkrisen-Niveau

Landkreis - Ganz langsam erholt sich der Arbeitsmarkt. Gegenüber Vormonat und -jahr ist die Quote besser, aber es gibt auch besonders Betroffene, und die Kurzarbeit ist weiter sehr ausgeprägt.

Der Arbeitsmarkt in der Region steht aktuell wesentlich solider da als im Vormonat und auch im Vorjahr, von der Lage der Vor-Corona-Zeit ist er aber noch ein gutes Stück entfernt. Das meldet die zuständige Agentur für Arbeit Rosenheim. In deren gesamten Zuständigkeitsbereich – also die Landkreise Rosenheim, Miesbach und Bad Tölz/Wolfratshausen sowie der Stadt Rosenheim – sank die Arbeitslosenquote im Mai um 0,2 Punkte auf 3,0, im Vorjahr war der Wert bei 3,5 gelegen. In absoluten Zahlen bedeutet dies: 9220 waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet, 530 weniger als im Vormonat und 1450 weniger als im Vorjahr. Michael Schankweiler, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur, sagt einschränkend: „Das Niveau von Vor-Corona-Zeiten haben wir bei Weitem noch nicht erreicht. Im Mai 2019 war die Zahl der Arbeitslosen deutlich niedriger und die der offenen Stellen deutlich höher.“

1654 Personen im Kreis Miesbach arbeitslos gemeldet

Im Landkreis Miesbach ist die Arbeitslosigkeit um 115 auf 1654 Personen gesunken. Das waren 211 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Quote betrug 3,0 (Vormonat: 3,2) Prozent, 0,4 Punkte weniger als vor einem Jahr. Der Vergleich mit dem Vor-Pandemie-Jahr fällt jedoch deutlich aus: Im Mai 2019 lag die Quote noch bei 1,9 Prozent. Der Bestand an offenen gemeldeten Arbeitsstellen ist im Mai um 13 Stellen auf 658 gesunken, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 73 Arbeitsstellen mehr.

Zahl der Langzeitarbeitslosen um mehr als die Hälfte gewachsen

Für die aktuell besseren Zahlen macht Schankweiler die übliche Frühjahrsbelebung verantwortlich: „Fast alle Betriebe aus den witterungsabhängigen Bereichen Gartenbau, Baugewerbe oder Führer von Fahrzeug- und Transportgeräten haben ihre Beschäftigten inzwischen zurückgeholt. Dennoch spiele die Kurzarbeit im Agenturbezirk nach wie vor eine wichtige Rolle. „Bis zum Zähltag am 26. Mai lagen uns 9940 Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit vor, die 90 260 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte umfassten.“ Als einen Grund nennt der Agenturleiter, das in der Region die durch die Pandemie besonders betroffenen Wirtschaftsbereiche Hotellerie/Tourismus und Handel vergleichsweise häufig vertreten sind.

Besonders schwer scheinen sich derzeit Langzeitarbeitslose (über ein Jahr) zu tun. Deren Zahl ist im Agenturbezirk binnen eines Jahres um mehr als die Hälfte auf 2370, davon 374 aus dem Kreis Miesbach, gestiegen.

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