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Historisches Gemäuer trifft neue Bausubstanz: Über das Konzept für den Erweiterungsbau am Schlierseer Heimatmuseum unterhielten sich (v.l.) Fördervereinsvorsitzender Günther Maier, die Miesbacher Stadträtin Astrid Güldner, Bezirksrätin Elisabeth Janner, Architektenkammerpräsidentin Christine Degenhart, Architekt Johannes Wegmann, seine Mitarbeiterin Theresa Huber und Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer.

„Dieses Haus erzählt Geschichte“

Architektouren im Schlierseer Heimatmuseum: Tradition und Moderne

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Gelungene Bauwerke ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, das ist das Ziel der Architektouren. Im Landkreis waren am Wochenende sieben Gebäude geöffnet.

Landkreis Besonders gelungene Bauwerke zugänglich zu machen und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, das ist das Ziel der Architektouren. Im Landkreis waren am vergangenen Wochenende sieben Gebäude geöffnet. In Schliersee schaute am Samstag auch Christine Degenhart, die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, vorbei.

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Architektouren im Schlierseer Heimatmuseum: Tradition und Moderne

In der Marktgemeinde machte sich Degenhart ein Bild vom im Sommer vergangenen Jahres eröffneten Erweiterungsbau am Heimatmuseum. Der Schlierseer Architekt Johannes Wegmann, der den Anbau für Kindergarten und einen Veranstaltungsraum konzipiert hatte, erläuterte das Projekt. Auch Grünen-Bezirksrätin Elisabeth Janner und die Miesbacher Grünen-Stadträtin Astrid Güldner waren bei der Führung durch Heimatmuseum und Anbau mit dabei. Sie stießen in Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer, Wegmann, seiner Mitarbeiterin Theresa Huber und dem Vorsitzenden des Museumsfördervereins, Günther Maier, auf geballte und vor allem begeisterte Fachkompetenz. Bauherr Schnitzenbaumer ließ die Historie des auf 1406 datierten Gebäudes Revue passieren. Baumeister Wegmann erklärte den architekturbegeisterten Damen, inwiefern die Vergangenheit des einstigen Chorstiftsherrenhauses und die Forschung daran seine Idee vom Erweiterungsbau mit lichter Fuge, freiliegendem historischem Gemäuer, den regionalen Materialien Stein, Holz, Glas und Stahl sowie dem Holzmantel mit beweglichen Lamellen beeinflussten.

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Degenhart bestaunte die an Wand und Balken erkennbare handwerkliche Kompetenz der Schlierseer Vorfahren. „Super spannend“ fand sie vor allem die durchgehende Mehrzweckfähigkeit des Gebäudes mit dem Waldecker Saal, das einst sowohl für die Gerichtsbarkeit wie auch für die Landwirtschaft und als Wohnhaus genutzt wurde. Da sei es mehr als passend, dass dort, wo früher der Stall war, heute ein Stall voller Kinder glücklich sei. Und dass es mittelbar auch die Kinder seien, die das historische Gebäude durch die Kita-Fördergelder in die Zukunft tragen. „Dieses Haus erzählt auch die Geschichte von den historisch engen Beziehungen in Sachen Architektur zwischen Schliersee und München“, zeigte sich die Architektenkammer-Präsidentin zum Abschluss der Führung begeistert.

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