Tegernseer Tal Tourismus GmbH
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Die ATS zieht aus dem Haus des Gastes in Tegernsee aus - und nach Miesabach um.

ATS zieht zur SMG nach Miesbach um

Wortwörtlich unter einem Dach

Miesbach/Tegernsee – Die Zusammenführung von ATS und SMG ist ausgemachte Sache - auch wenn die Umsetzung noch dauern wird. Die örtliche Zusammenlegung wird hingegen schon jetzt umgesetzt.

Die Zusammenführung der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) und der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach (SMG) ist schon länger erklärter politischer Wille (wir berichteten), und zumindest räumlich wird diese Fusion heuer vollzogen. Die ATS zieht mit ihren acht Mitarbeitern plus Azubi vom Haus des Gastes in Tegernsee nach Miesbach um, in die Räumlichkeiten der SMG über dem C&A. Dort sind dann insgesamt 22 Mitarbeiter tätig, wie das Landratsamt mitteilt. Der Umzug soll am 1. Juli über die Bühne gehen.

Aufgaben der Touristiker haben sich deutlich geändert

Seit der Gründung der ATS als Verein vor 20 Jahren hat sich der Zuschnitt des Tourismusverbands deutlich gewandelt, wie Vorstand Harald Gmeiner sagt: „Damals war unsere Aufgabe, Marketing-Maßnahmen zu bündeln.“ Das stehe nun nicht mehr im Mittelpunkt. „Jetzt geht es darum, den Tourismus zu organisieren und zu managen.“ Und da bestünden mehr Schnittmengen mit der SMG als mit der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT). Etwa bei der Besucherlenkung, bekanntlich eines der großen Themen gerade zu Pandemie-Zeiten. Auch die Felder Fachkräfte und Ansiedlungsmanagement gelte es zu beackern, und hier deckt die ATS quasi den touristischen Teil dessen ab, was eigentliche Aufgabe der SMG ist. Mit der besteht seit 2018 eine Kooperation, die Organisationen teilen sich die Aufgaben auf, beziehungsweise erledigen sie gemeinsam, wobei die Federführung immer klar geregelt ist. Schnittmengen gibt es zum Beispiel beim Thema Rad. Hier ist die SMG im Bereich Schnellradlwege tätig, die ATS in der Freizeit-Infrastruktur-Entwicklung, etwa im Thema Mountainbike. Dies alles soll nun unter einer Regionalentwicklungsgesellschaft zusammengefasst werden. Gmeiner: „Das ist aber kein singulär Miesbacher Thema.“ Landauf, landab würden Standort- und Tourismusförderung unter einem Dach betrieben.

Rechtsform der neuen Regionalentwicklungsgesellschaft noch unklar

Bis es auch im Oberland soweit ist, gilt es noch einiges zu klären – zum Beispiel die Rechtsform. Die ATS ist ein Kommunalunternehmen und damit eine Landkreis-Tochter, bei der SMG sitzen der Unternehmerverband und die Kreissparkasse als Gesellschafter mit im Boot. Was als Konstrukt passt, müsse noch geklärt werden, so Gmeiner. Im Herbst sollen Fahrplan und Finanzierung stehen. Die 22 Mitarbeiter werden in Miesbach nicht alle gleichzeitig arbeiten können. Dank Homeoffice aber kein Problem, heißt es.

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