Unterwegs im Dienste des Naturschutzes: Theresa Schöpfer (v.) war eine der Rangerinnen, die auf Tourenstrecken im Mangfallgebirge Skitouren- und Schneeschuhgeher ansprach und für die Natur sensibilisierte.
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Unterwegs im Dienste des Naturschutzes: Theresa Schöpfer (v.) war eine der Rangerinnen, die auf Tourenstrecken im Mangfallgebirge Skitouren- und Schneeschuhgeher ansprach und für die Natur sensibilisierte.

ATS zieht nach Informationsoffensive Bilanz

Ranger führten rund 12.000 Gespräche

  • Stephen Hank
    vonStephen Hank
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Auf einen „erfolgreichen Winter“ blicken die Ranger der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) zurück. Rund 12.000 Gespräche mit Ausflüglern führten sie in den vergangenen Monaten.

Landkreis – Die Corona-Pandemie hatte die vergangene Wintersaison fest im Griff: Unterkünfte und Gastronomiebetriebe durften nicht öffnen, bei Letzteren gab es bestenfalls Speisen und Getränke zum Mitnehmen. Schließen mussten auch die Skigebiete, nahezu alle Freizeitanbieter, und auch der Grenzübertritt nach Österreich war für Freizeitsportler nicht möglich. Kein Wunder also, dass zahlreiche Gäste und Einheimische Erholung in der Natur beim Skitouren- oder Schneeschuhgehen sowie beim Winterwandern suchten.

30 Freiwillige waren an 44 Tagen in bis zu acht Gebieten unterwegs

Aus diesem Grund wurden bereits seit Herbst 2020 auf Initiative der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie der Gebietsbetreuung für das Mangfallgebirge die Rangereinsätze für den Winter konzeptioniert, vorbereitet und seit Dezember umgesetzt. Start der Einsätze war der 27. Dezember, da nach Weihnachten erstmals gute Ski- und Schneeschuhbedingungen in den Bergen herrschten. Bis zum Abschluss der Einsätze am 5. April waren die knapp 30 verschiedenen Ranger, die im Einsatz waren, an insgesamt 44 Tagen unterwegs – und das in jeweils bis zu acht verschiedenen Gebieten vom Hirschberg oder dem Ross- und Buchstein, der Baumgarten- oder Bodenschneid bis zum Taubenstein oder dem Sudelfeld. Zusammen wurden laut einer Pressemitteilung der ATS so 225 verschiedene Einsatzorte besetzt, und die Ranger waren nahezu in der gesamten Region anzutreffen.

Resonanz der Gäste weitgehend positiv

In der Summe wurden über 12 000 Gespräche mit den Gästen geführt. Überraschenderweise war die Anzahl an angesprochenen Winterwanderern sehr hoch, die ungefähr die Hälfte der Gäste ausmachten – gefolgt von Skitourengehern sowie Schneeschuhgehern. Und auch Informations- sowie Verpflegungsmaterial hatten die Ranger zur Hand – so zum Beispiel über 2000 selbst gemachte Müsliriegel. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf der zahlreichen Einsätze“, sagt ATS-Geschäftsleiter Thorsten Schär. „Bis auf wenige Ausnahmen war die Resonanz der Gäste sehr positiv, die unsere Information mit den Schwerpunkten Naturschutz, Sicherheit und Tourismus sehr gerne und dankend angenommen haben.“ Den Initiatoren zeige das, dass sie mit der Stoßrichtung Sensibilisierung und Information statt Verboten und Strafen auf dem richtigen Weg seien und sich der große organisatorische Aufwand gelohnt habe.

Nach dem Abschluss der Rangereinsätze wird sich die ATS, die noch in diesem Jahr mit der Standortmarketing-Gesellschaft fusionieren soll, nun in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie der Gebietsbetreuung und nach Einstellung der beiden fest angestellten Ranger des Landkreises, die noch im Frühjahr ihre Arbeit aufnehmen sollen, über das weitere Vorgehen beraten. „Eines steht fest“, sagt Schär. „Die Information und Sensibilisierung unserer Gäste in der Natur ist eine wichtige Aufgabe, und von Seiten des Tourismus unterstützen und forcieren wir gerne weiter entsprechende Maßnahmen.

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