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Beim Neujahrsempfang der Stadt Miesbach im gut besuchten Waitzinger Keller gab Bürgermeisterin Ingrid Pongratz einen Bericht zur Lage der Kreisstadt ab.

Neujahrsempfang

Auffordernde Appelle an den Stadtrat

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Was war, was ist, was kommt – beim Neujahrsempfang der Stadt Miesbach gab Bürgermeisterin Ingrid Pongratz einen umfassenden Lagebericht ab. Dabei betonte sie, dass es für Entscheidungen zum Wohle der Bürger entsprechende Mehrheitsbeschlüsse im Stadtrat braucht.

Es war eine entspannte Atmosphäre, mit der die Stadt am gestrigen Sonntag im Kulturzentrum Waitzinger Keller beim Neujahrsempfang auf 2016 einstimmte. Das Kammerensemble des Freien Landesorchesters Bayern mit Joseph Vorbuchner und Maria Andersohn (Violine), Brinduscha Ernst (Viola), Philipp von Morgen (Violoncello) sowie Herbert Seibl (Kontrabass) bescherte mit Stücken von Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph-Hector Fiocco und Felix Mendelssohn-Bartholdy beschwingte Leichtigkeit.

Doch das Programm des Stadtrats ist weniger entspannt, wie Bürgermeisterin Ingrid Pongratz schilderte. Denn es gilt einige wichtige Entscheidungen zu treffen.

Die finanzielle Situation oder gar die Verbindlichkeiten der Stadt waren diesmal kein Thema, dafür aber die anstehenden Projekte – und die kosten ebenfalls Geld: 80 000 Euro für eine strukturierte Beschilderung für Fußgänger in der Innenstadt, 170 000 Euro ohne Fördermittel für eine verbesserte Wegverbindung vom Habererplatz zur Volksfestwiese, 2,5 bis drei Millionen Euro für die Sanierung des Warmfreibads, drei bis vier Millionen Euro für die Einrichtung des Museums im renovierungsbedürftigen Kloster.

Gerade mit Blick auf die beiden letzten Projekte „wird es spannend“, kündigte Pongratz an: „Beides sind freiwillige Leistungen, die keine Pflichtaufgabe einer Kommune darstellen, aber ihre Verfechter im Stadtrat haben.“

Dass der Wille der Bürgermeisterin allein nicht reicht, um das eine oder andere umzusetzen, belegte Pongratz mit dem Bepflanzen der Verkehrsinseln. Wie berichtet, hatte der Stadtrat mit Blick auf die Kosten eine weniger gefällige Blumenpracht erwirkt. Im Frühjahr wird laut Pongratz die erste der bisher drei Bepflanzungen pro Jahr ausfallen, und die Sommerblüher werden nicht mehr so eng gesetzt – „lassen wir uns überraschen, wie es aussehen wird“, ergänzte sie.

Eine klare Position bezog Pongratz auch beim zuletzt arg umstrittenen Fußgängerweg vom Habererplatz zur Waitzinger Wiese: „Ich wünsche mir vom Stadtrat, dass wir in einer der nächsten Sitzungen zu einer für alle tragbaren Lösung kommen, die von einer großen Mehrheit getragen wird.“

Auch im Stadtentwicklungsausschuss solle konstruktiv weitergearbeitet werden. So sollen bei der Verbesserung der Aufenthaltsqualität am Marktplatz Kunden, Geschäftsleute und Autofahrer nicht vergessen werden. Grundlage dafür ist das Verkehrsgutachten des Planungsbüros Gevas, das demnächst veröffentlicht werden soll.

Feierlicher Schlusspunkt war die Verleihung des Kulturpreises der Stadt an Elisabeth Neuhäusler (siehe Kasten). Die Schauspielerin und Sängerin des Freien Landestheaters wurde für ihr Engagement geehrt.

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