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Bleibt ohne Freischankfläche vor dem Haus: der Gasthof Waitzinger Bräu am Miesbacher Stadtplatz.

„Wenn wir das zulassen, fallen uns zwei Parkplätze weg“

Veto im Bauausschuss: Keine Tische vor dem Waitzinger Bräu

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Ein paar Tische und Stühle wollte der Wirt des Waitzinger Bräu vor seinem Lokal am Miesbacher Stadtplatz aufstellen. Der Bauausschuss lehnte ab. Die Parkplätze seien zu wichtig.

Miesbach – Essen und trinken im Freien: Ein Wunsch, den immer mehr Wirte im Sommer ihren Gästen erfüllen. Besonders gerne an öffentlichkeitswirksamen Plätzen, um noch mehr Kunden für einen Einkehrschwung anzulocken. Nun hat auch der neue Wirt des Waitzinger Bräu am Miesbacher Stadtplatz eine Freischankfläche vor dem Eingang seines Gasthofs beantragt.

Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) konnte dieses Ansinnen durchaus nachvollziehen. Dennoch riet sie im Bauausschuss davon ab. „Wenn wir das zulassen, fallen uns zwei Parkplätze weg“, erklärte Pongratz. Darunter auch der Behindertenstellplatz, den man erst kürzlich an dieser Stelle ausgewiesen habe. Zudem bezweifelte die Bürgermeisterin, ob dem Wirt eine Freischankfläche vor dem Haus wirklich viel nutzt. „Wir hatten das schon mal, aber deshalb ist die Wirtschaft auch nicht explodiert.“

Hedwig Schmid nickte zustimmend: „Da ist nie jemand gesessen.“ Den bestehenden Biergarten des Waitzinger Bräu hatte Manfred Burger (Grüne) im Blick. Er empfahl dem Wirt, sich nicht selbst mit Außenplätzen Konkurrenz zu machen. Einmütig lehnte der Bauausschuss damit die Freischankfläche ab.

Auf offenere Ohren stieß derweil der zweite Antrag des Gastronomen. Um seinen Gasthof angemessen zu bewerben, wollte er das bestehende Eisenschild an die besser einsehbare Nordostseite des Gebäudes verlegen sowie zwei Fahnenmasten an die Fassade neben den Eingang schrauben. „Da spricht nichts dagegen“, sagte Pongratz. Allerdings dürften die Fahnen ausschließlich den Waitzinger Bräu bewerben.

Mayer mahnte jedoch an, dass es dafür eine Ausnahme von der städtischen Werbeanlagensatzung brauche. Sonst sei lediglich das bayerische Wappen als Flagge zulässig. Das, gab Franz Mader (FWG) zu bedenken, sei dann aber streng genommen keine Werbung für den Gasthof mehr. „Dann könnten wir den Antrag eigentlich gleich ablehnen“, meinte er.

Die Bürgermeisterin machte einen Kompromissvorschlag, der auch einstimmig beschlossen so wurde: Der neue Standort für das Schild gehe in Ordnung, die Sache mit den Fahnen solle hingegen erst die Untere Denkmalschutzbehörde prüfen.

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