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Bauhof Miesbach hat das Nachsehen: Abbezahlter Traktor muss im Einsatz bleiben - kein neues Leasing

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Von: Dieter Dorby

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Bauhof Miesbach
Der Miesbacher Bauhof hat nicht jeden Fahrzeugwunsch erfüllt bekommen. © Dieter Dorby

In Miesbach wird aufs Geld geschaut, wie die jüngste Sitzung des Stadtrats zeigte. Drei Fahrzeuge und eine Schneefräse wollte Bauhofleiter Jürgen Fischer anschaffen, aber Zustimmung gab es nur für drei davon.

Problemlos lief die Anschaffung zweier Allrad-Transporter, die bei Unterhalt und Reparaturen wesentlich günstiger sind als Lkw. Zwei kostenintensive Fahrzeuge aus dem Bestand sollen im Gegenzug verkauft werden – ein Unimog U 300 und ein Lkw Actros 1841 mit Ladekran. Restwert laut Gutachten: rund 90.000 Euro.

Hintergrund für den Wechsel ist auch die Fahrbarkeit für die Bauhofmitarbeiter. Nicht jeder habe einen Lkw-Führerschein, erklärte Fischer. So sei die Zuteilung derzeit aufwendig – teils verbunden mit Umräumen der Beladung. Die Gesamtkosten für beide Transporter belaufen sich – je nach Auswahl – zusammen auf maximal 120.000 Euro.

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Die Ratsmitglieder stimmten geschlossen zu. „Der Bauhofleiter kann den Fuhrpark am besten beurteilen“, stellte Erhard Pohl (CSU) fest. Auch den Kauf einer mittelgroßen Schneefräse für 43.000 Euro segnete der Gemeinderat gegen die Stimme von Michael Lechner (FWG) ab. Dieser fand, man könne diese Arbeiten auch vergeben.

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Abgelehnt wurde das Leasen eines neuen Traktors. Der Leasing-Vertrag des aktuellen Fahrzeugs war 2021 ausgelaufen; der Traktor wurde abgelöst. Wegen der steigenden Reparaturanfälligkeit durch den Staub beim Streusalzeinsatz hatte Fischer angeregt, den alten Traktor zu verkaufen und einen neuen zu leasen. Dem widersprach Alois Fuchs (CSU): „Jetzt, wo sie abbezahlt ist, rentiert sich die Maschine.“ Im Gegensatz zu Leasing-Kosten seien die Reparaturen überschaubar. Ein Argument, dem sich der Stadtrat bei vier Gegenstimmen anschloss.

ddy

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