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Platz für neuen Wohnraum: Auf einem Teil dieses Grundstücks an der Stöger-Ostin-Straße in Miesbach soll ein größeres Bauprojekt verwirklicht werden.

Ausschuss wünscht sich eine Tiefgarage

Bauprojekt: Zwölf neue Reihenhäuser an der Stöger-Ostin-Straße

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Wohnraum ist knapp in Miesbach. Zwölf neue Reihenhäuser an der Stöger-Ostin-Straße kämen da gerade recht. Der Bauausschuss ist einverstanden, wünscht sich aber eine Tiefgarage.

Miesbach – Wohnraum ist knapp in der Kreisstadt. Trotzdem lehnten die Miesbacher Bauausschussmitglieder vor gut einem Jahr einen Antrag auf Vorbescheid für den Neubau von zwölf Reihenhäusern an der Stöger-Ostin-Straße einstimmig ab. Allerdings nicht, weil sie mit dem Plan grundsätzlich ein Problem hatten. Vielmehr wünschte sich das Gremium, dass Architekt Joachim Staudinger einen Gehweg für die Schulkinder von Gymnasium und Realschule auf dem Grundstück einzeichnet.

Dieser Forderung ist Staudinger nun nachgekommen, berichtete Bürgermeister Ingrid Pongratz (CSU) in der jüngsten Sitzung. Mehr noch: Weil der Gehweg auf seinem Grundstück ins Leere gelaufen wäre, vereinbarte der Eigentümer einen Flächentausch mit seinem Nachbarn. „Sonst hätte das nicht funktioniert“, sagte Staudinger.

An den Baukörpern selbst – drei Vierspänner mit einer Grundfläche von jeweils 20 mal elf Meter – wurde im Vergleich zum ursprünglichen Antrag nichts verändert. Staudinger hatte sie nur etwas von der Straße abgerückt, um Platz für besagten Fußweg zu schaffen. Eine Änderung könnte sich hingegen bei den Garagen ergeben, erklärte der Architekt. Einer der interessierten Investoren plane, zwei der Vierspänner als Projekt im sozialen Wohnungsbau zu realisieren. Die oberirdischen Garagen würden in diesem Fall zugunsten einer Tiefgarage wegfallen.

„Dann hätten wir auch gleich eine Stützwand für den Gehweg“, sagte Franz Mayer (CSU), dem die Lösung des Architekten „super gut“ gefiel. Auch Walter Fraunhofer (SPD) sprach sich aus optischen Gründen für eine Tiefgarage aus, während seine Fraktionskollegin Hedwig Schmid in erster Linie den sozialen Wohnungsbau im Blick hatte. „Das wäre mir lieber“, sagte Schmid.

Eine nicht ganz unberechtigte Hoffnung, meinte Staudinger. „Solche Projekte sind für Investoren zunehmend attraktiv.“ Ob es an der Stöger-Ostin-Straße tatsächlich dazu kommt, könne er aber nicht sagen. Eine Stützwand brauche es aufgrund der Hanglage des Grundstücks ohnehin in jedem Fall. Genau wie einen massiven Aushub. Weil auf der Fläche in den 1940er-Jahren Abfall eingelagert wurde, werde der künftige Bauherr bis zu sechs Meter tief graben und die Überreste des Mülls entfernen lassen. Und das, obwohl das Landratsamt einen Bodenaustausch von 60 Zentimetern als ausreichend erachtet habe. „Aber wer kauft ein Haus, wenn drunter eine Müllhalde liegt?“, fragte Staudinger.

Für die Mitglieder des Miesbacher Bauausschusses ein weiteres Argument, um auf eine Tiefgarage zu pochen. „Dann ist das Loch ja eh schon da“, meinte Schmid. Einstimmig segnete das Gremium den Antrag auf Vorbescheid ab. Wie der Bau letztlich im Detail ausgeführt wird und ob der Gehweg tatsächlich kommt, ist damit aber nicht in Stein gemeißelt, betonte Bauamtsleiter Lutz Breitweiser. „Er ist jetzt einfach nur, wie vom Ausschuss gewünscht, in den Plan aufgenommen worden.“ 

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