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Sieben auf einen Streich: die Band Ba-Irish Coffee mit der Familie Unterberger aus Miesbach und Musikerfreunden auf der Bühne.

Wenn sie spielt, ist die Hütte voll

Bayerisch-irische „Hausmusik“: Diese Band ist ein Phänomen

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Sie besteht aus einer Familie und ein paar Musikerfreunden, und wenn sie mal auftritt, ist die Hütte voll: Die Band Ba-Irish Coffee aus Miesbach ist ein Phänomen. Jetzt ist sie in der Weyhalla aufgetreten. 

Weyarn – Irland oder Oberland? In der Weyhalla verschmolz beides, als Ba-Irish Coffee für „More than Folk“ Fiddle, Tin Whistles und das Irish Accordeon auspackten. Zweimal spielte die Band am Wochenende vor ausverkauften Reihen ein Konzert, das nicht nur eingefleischte Fans begeisterte.

Wer das Glück hatte, einen der mitreißenden Abende mitzuerleben, der hatte schnell sein müssen. Kaum ausgeschrieben, war der reguläre Auftritt gleich im September ausverkauft gewesen. Mit dem Zusatztermin lief es ähnlich. So wie immer, wenn sich die Unterbergers mit ihren Musikerfreunden treffen und ihre Leidenschaft für die Musik von der grünen Insel leben.

Im heimischen Kellerpub gibt‘s Eintopf und Hausmusik für Freunde

„Wir haben das Musizieren als Hobby begonnen, und es bleibt auch ein Hobby“, stellte Albert Unterberger gleich zu Beginn klar. Im Keller ihres Hauses in Miesbach seien sie groß geworden. Seit fast 20 Jahren laden sie dort regelmäßig Freunde ins „Undermountain’s Pub“ zur etwas anderen Hausmusik, weil immer nur allein zu spielen nur die halbe Freude wäre. So schichten sie alle paar Monate mit kluger Logistik 33 Leute auf 25 Quadratmeter, reichen Eintopf und Guinness und lassen die Instrumente kreisen – und entführen mit Gesang und unzähligen Instrumenten ihre Zuhörer in die Welt uriger Pubs, grasgrüner Landschaften und rauer See. „Beim Girgl ist die Erweiterung des Ganzen“, ergänzte Unterberger, der Weyhalla-Wirt Ertl und seinem Team für die Möglichkeit dankte, einmal im Jahr vor größerem Publikum zu spielen.

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Familiär war es dennoch, und die Weyarner Musikkneipe bildet einen perfekten Rahmen fürs Pub-Gefühl zu einer extrem kurzweiligen Mischung von Klassikern aus dem Ba-Irish-Coffee-Repertoire und neuen Stücken, wie dem seit eineinhalb Jahren geprobten Pendant zum hiesigen Zwiefachen, das mit seinen hüpfenden Takten die volle Konzentration der sieben auf der Bühne forderte. Obwohl: „Sobald man nachdenkt, kommt man draus“, hatten die vorausgeschickt und augenzwinkernd zum Tanzen aufgefordert. Das tat an diesem Abend nur der Gastgeber, der hinter der Theke die nötige Beinfreiheit hatte, während sich das Publikum auf Wippen, Klatschen und zuletzt aus voller Kehle Singen beschränken musste, als der Abend nach einer Zugabe mit dem obligatorischen „Whiskey in the Jar“ endete. Gefühlt viel zu früh, auch wenn es schon zügig auf elf Uhr zugegangen war, als Thomas Unterberger zum Abschluss des offiziellen Programms eine neue Kombination anstimmte, bei der sie dem amerikanischen Bluegrass-Titel „Hanging Around“ kurzerhand „eine Mazurka hinten drauf gebaut haben“.

Eine Familie und ihre musikalischen Weggefährten

Neben der großen Spielfreude und der Leidenschaft für Irland, die sie alle miteinander vermitteln, ist es sicher auch ein Stück weit diese Experimentierfreude, mit der Claudia und Albert Unterberger mit ihren Kindern Katharina und Thomas sowie den Musikerfreunden Natalie Müller, Stefan Auer und Wolfgang Gegenfurtner - der selbst eine Pink Floyd-Tributeshow geschaffen hat - ihre Zuhörer immer wieder begeistern. Wie sie Bekanntes anstimmen, aber ihm dabei immer wieder ihre eigene Note geben. Etwa, wenn die Freundinnen Kathi und Nati ihre Version des durch Bruce Springsteen berühmt gewordenen „I’m on Fire“ anstimmen, das sie auch beim 3. Kirchstiegl Open Air vor großem Publikum sangen.

Im gesungenen Dialog werfen sie sich im nur scheinbar weihnachtlich-besinnlichen „The Fairy Tales of New York“ der Pogues kernige Beschimpfungen an den Kopf und amüsieren sich, dass sie ausgerechnet die bei einem Kinderkarussell in Kolbermoor hörten, singen mit einem Seitenhieb auf eine treue Haushamer Fangemeinde „Dirty Old Town“ und tragen einen schon mit den ersten Tönen der Bluesharp in die Ruß geschwängerten irischen Arbeiterviertel von einst.

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