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Mehr Vorteile mit der Ehrenamtskarte: Auch Bäckermeister Florian Perkmann (r.) hat nun bei Landrat Wolfgang Rzehak eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben.

Bayerische Ehrenamtskarte im Landkreis Miesbach

Bei der Bäckerei Perkmann kosten für Ehrenamtliche die Semmeln weniger

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Landkreis - Die Bäckerei Perkmann bietet Ehrenamtlichen mit der Bayerischen Ehrenamtskarte ab sofort Prozente auf ihre Waren. Das Landratsamt Miesbach hofft derweil auf auf weitere Unterstützung.

Jede Woche fünf Stunden ehrenamtliche Arbeit. Wer engagiert ist, kommt da leicht drüber. Für diese fünf Stunden oder aber für 250 Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Jahr gibt es seit 2012 die Ehrenamtskarte in Bayern. Der Landkreis ist seit drei Jahren dabei (wir berichteten) und immer auf der Suche nach neuen Partnern für die Karte. Schließlich sollen die Ehrenamtlichen auch was davon haben. Seit Kurzem ist auch Bäckermeister Florian Perkmann mit an Bord.

1210 Karten hat das Landratsamt bisher ausgegeben, davon 894 normale Karten und 316 sogar in der Gold-Version. Die gibt’s aber nur für ganz besondere Leistungen. „Wer das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten hat, kriegt die goldene“, erklärt Christiane Braun, die im Landratsamt zuständig ist für die Karten. Der Unterschied zwischen normal und Gold: Die normale Karte läuft nach drei Jahren ab, die Gold-Version ist ein Leben lang gültig.

Mit der Ehrenamtskarte erhalten die Bürger Vergünstigungen bei Einrichtungen des Freistaates Bayern, zum Beispiel in staatlichen Museen und Schlössern. Aber auch vor Ort bringt die Karte was. Rund 35 Partner im Landkreis bieten den Besitzern der Karte Vergünstigungen. So wie die Bäckerei Perkmann. Die bietet ab sofort allen Inhabern der Ehrenamtskarte zehn Prozent auf alle Waren. Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne) sagte bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung: „Ich freue mich, dass ein weiterer einheimischer mittelständischer Betrieb uns bei der Initiative Ehrenamtskarte unterstützt.“

Wie viele Karten pro Jahr ausgegeben werden, kann Braun nur schwer sagen. Erst jetzt hat sie wieder eine Mail bekommen: 30 Feuerwehrler auf einmal haben die Karte beantragt. Mit einer abgeschlossenen Truppmannausbildung bekommen sie eine Karte ohne weitere Prüfung.

Die Mehrheit der Ehrenamtlichen kommt laut Braun von der Feuerwehr, dem Bayerischen Roten Kreuz, der Bergwacht und anderen Rettungsdiensten. „Mehr als die Hälfte sind Männer“, sagt Braun. Verständlich, bei der Feuerwehr ist der männliche Anteil schließlich auch um einiges höher. Neben Rettungsdiensten geht die Karte aber auch an Übungsleiter, Vorsitzende beispielsweise der Blaskapelle, Betreuer aus dem Hospizkreis oder an die Nachbarschaftshilfe.

Die Vorteile der Karte nutzen nicht alle Inhaber. „Einige wollen einfach nur so eine Karte haben“, sagt Braun und lacht. Sie weist aber darauf hin: „Sie ist kein Ersatz für einen Ausweis.“ Braun kennt aber beispielsweise auch eine ältere Dame, die gern mit ihrer Karte ins Miesbacher Warmbad geht.

Das Angebot befindet sich insgesamt im Aufbau. „Wir würden uns freuen, wenn sich neue Partner bei uns melden.“ Andersrum sei es schwierig, auf jeden einzelnen Betreiber und Geschäfts-Inhaber zuzugehen.

Weitere Informationen zur Karte und eine Auflistung aller Partner gibt’s auf www.landkreis-miesbach.de/Ehrenamtskarte.

nip

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