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Regelmäßig im Einsatz ist das Blutspendeteam des Roten Kreuzes im Landkreis, wie hier 2016 in Miesbach. Doch ohne eine höhere Spendenbereitschaft der Bürger lässt sich der Bedarf an Blut wohl kaum dauerhaft decken.

Das Bayerische Rote Kreuz warnt

Gerade im Landkreis werden die Blutspender immer weniger

In der Wahrnehmung der Bevölkerung ist es selbstverständlich, dass ausreichend Blutkonserven vorhanden sind, um bei Unfällen und Operationen die Patienten adäquat zu versorgen.

Doch diese Sicherheit ist trügerisch, warnt der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) anlässlich des Weltblutspendetags am heutigen Donnerstag.

Die aktuellen Zahlen sind alarmierend. Einer Prognose zufolge wird das Blutspendeaufkommen im Landkreis Miesbach bis zum Jahr 2035 um 3,16 Prozent zurückgehen. Im vergangenen Jahr spendeten hier 2011 Menschen insgesamt 2815 Blutkonserven. Das entspricht gerade mal 4,09 Prozent der Bevölkerung. Damit ist die Spendenbereitschaft im Vergleich zum bayernweiten Durchschnitt, der bei 5,29 Prozent liegt, deutlich niedriger. Bis 2035 ist in der Region sogar mit einem Rückgang auf 3,16 Prozent zu rechnen.

Dabei sind Blutspenden von lebenswichtiger Bedeutung. „Allein in Bayern“, so berichtet Michelle Schneider, beim BRK hauptamtliche Leiterin der Blutspende im Landkreis, „werden täglich etwa 2000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt.“

Um ausreichend Blutspenden zu bekommen, führt das BRK 2018 insgesamt 22 Termine durch an sechs verschiedenen Standorten. Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. bis zum vollendeten 72. Lebensjahr. Ein Erstspender sollte nicht älter als 64 Jahre sein. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Spenden muss ein Abstand von mindestens 56 spendefreien Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein sowie der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis.

Als Dankeschön für die Spenden gibt es immer kostenlos ein Essen, Getränke und Kuchen vom ehrenamtlichen BRK-Team. „Der Grundgedanke für jeden sollte aber die gute Tat sein“, sagt Schneider, „denn man gibt freiwillig für schwer erkrankte Menschen sein Blut weiter. Allein das gute Gefühl und das reichhaltige Essen bei uns sollte dies wert sein.“ Zudem gebe es nach jeder Blutspende auch eine kleine Aufmerksamkeit für Zuhause.

Die nächsten Termine

Montag, 25. Juni, in Waakirchen, Pfarrei St. Martin

Montag, 2. Juli, in Hausham, Grundschule

Freitag, 6. Juli, in Holzkirchen, Mittelschule.

Die Aktionen laufen jeweils von 16 bis 20.30 Uhr.

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