Tennisplatz am Windfeld in Miesbach
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Das Ende der Brache: Auf dem früheren Tennisplatz am Windfeld in Miesbach will der Bayerische Hof ein Boardinghouse und ein Mitarbeiterhaus bauen.

Keine Gefahr fürs Gewerbegebiet

Bayerischer Hof: Mitarbeiterhaus und Boardinghouse nehmen nächste Hürde

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Das Mitarbeiterhaus und das Boardinghouse des Bayerischen Hofs in Miesbach sind ein weiteres Stück näher gerückt. Der Bauausschuss hat dem Bauantrag sein Einvernehmen erteilt.

Miesbach – Hotelmitarbeitern eine vorübergehende Bleibe verschaffen und dennoch das bestehende Gewerbegebiet nicht gefährden: Diesen Spagat musste der Miesbacher Bauausschuss meistern, um dem Bayerischen Hof den Neubau eines Boardinghouse und eines Mitarbeiterhauses auf einer freien Fläche nördlich des Sportparks zu ermöglichen. „Wenn wir hier eine Wohnnutzung zulassen, würde uns das Gewerbegebiet kaputtmachen“, erklärte Bauamtsleiter Lutz Breitwieser in der jüngsten Sitzung.

Wie berichtet, hatte Breitwieser bei der Bebauungsplanänderung vorgeschlagen, betriebsbezogene Wohnungen in diesem Bereich generell zuzulassen. Das Gremium war dieser Empfehlung gefolgt, und mittlerweile ist der Plan auch rechtskräftig. Auf dessen Grundlage hatte der Bayerische Hof nun auch einen konkreten Bauantrag eingereicht.

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Der Entwurf sieht laut Breitwieser 13 Einzel-, 14 Doppel- und fünf Komfortzimmer mit Kochmöglichkeit sowie drei Apartments und eine Betriebsleiterwohnung vor. Die Räume verteilen sich auf zwei Baukörper: das Boardinghouse und das Mitarbeiterhaus. Die Autos sollen in einer Tiefgarage mit 33 Stellplätzen verschwinden, ferner sind drei oberirdische Parkplätze vorgesehen.

Um auch beim Bauantrag die Nutzung als Beherbergungsstätte und nicht als Wohnraum im herkömmlichen Sinn zu unterstreichen, habe der Bayerische Hof eine umfassende Betriebsbeschreibung vorgelegt, berichtete Breitwieser. „Da wird das schlüssig dargelegt.“ Am Entwurf selbst hatte der Bauamtsleiter bis auf eine geringfügige Überschreitung der Balkonlängen nichts auszusetzen. Neu sei die überdachte Tiefgaragenzufahrt, die als Abstellraum für Fahrräder und Mülltonnen dienen soll. „Die bräuchte eine Befreiung von den Baugrenzen“, erklärte Breitwieser.

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Die Ausschussmitglieder sahen darin kein Problem und erteilten dem Vorhaben einstimmig ihr Einvernehmen. „Das ist sinnvoll, dann braucht es keine separaten Mülltonnenhäuser“, meinte Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU). Ihr Stellvertreter Paul Fertl (SPD) lobte das gesamte Projekt. Wohnraum für Mitarbeiter sei dringend notwendig. Fertl: „Viele können sich von ihrem Gehalt nichts mehr eigenes leisten.“ 

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