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Einchecken auf dem „Traumschiff“: Schauspieler Benedikt Blaskovic (l.) aus Schliersee spielt eine der Serien-Hauptrollen in der neuen Folge, die an Neujahr ausgestrahlt wird.

„Junggesellen kann ich super spielen“

Ben Blaskovic: Miesbacher spielt beim aktuellen Traumschiff mit

Schliersee – Ben Blaskovic legt ab: Der Miesbacher Schauspieler tritt am Sonntagabend im Traumschiff auf. Im Interview erzählt er von seinem Dreh.

Das „Traumschiff“ trägt seinen Namen nicht umsonst: Seit 35 Jahren weckt das ZDF-Flaggschiff der Fernsehunterhaltung in deutschen Wohnzimmern den Traum vom luxuriösen Reisen in exotische Paradiese. Jedes Jahr zu Weihnachten und Neujahr gibt’s neue Folgen. Am Sonntag, 1. Januar, um 20.15 Uhr legt die MS Amadea in Kuba an. Mit an Bord: Benedikt Blaskovic aus Schliersee. Der 28-jährige Schauspieler und Produzent, der zum Beispiel aus den „Rosenheim-Cops“ bekannt ist, spielt eine der Folgen-Hauptrollen als Passagier: den biederen Niels, dem seine Freunde einen unvergesslichen Junggesellenabschied bereiten wollen. Gedreht wurde vor zehn Monaten. Wir haben mal nachgefragt, wie traumhaft die Reise wirklich war.

Herr Blaskovic, war’s ein toller Urlaub?

Blaskovic: Auf jeden Fall!

Aber es gab ja auch einiges zu tun, oder?

Blaskovic: Ja, das auch. Aber in der Folge werden ja mehrere Geschichten erzählt. Ich war zum Beispiel als Niels mit meinen Freunden auf Junggesellenabschied. Und es gibt noch drei andere Handlungsstränge. Deshalb hatte jeder Einzelne nicht so viele Drehtage – lang nicht so viele wie Urlaubstage. Wir sind viel rumgefahren und haben viel gesehen.

Wie lange war das Schiff denn unterwegs?

Blaskovic: Wir waren im Februar und März siebeneinhalb Wochen unterwegs, davon drei Wochen auf Kuba. Aber auch auf den Virgin Islands, Grand Turk Island, St. Barthelemy, St. Marteen Guadeloupe, den Azoren, in Spanien und Frankreich. Als wir wieder in Hamburg angekommen sind, ging gerade die Sonne auf – eine sehr besondere Reise.

Liegt darin auch der Reiz, beim „Traumschiff“ mitzuspielen – mal abgesehen davon, dass es eine sehr populäre Sendung ist?

Blaskovic: Auf jeden Fall. Und ich hätte wirklich gerne Wolfgang Rademann kennengelernt (Produzent und Erfinder des „Traumschiffs“, Anm. d. Red). Leider ist er kurz zuvor gestorben.

Wie kommt man denn als Schauspieler aufs „Traumschiff“? Gibt’s da ein Extra-Prozedere?

Blaskovic: Nein, eigentlich nicht, das läuft wie bei jedem anderen Engagement auch über die Agentur. Die bringt einen ins Spiel, und die Produktionsfirma oder auch das ZDF suchen sich dann aus einem Schauspieler-Pool die Darsteller aus. Wenn es passt, dann klappt’s. Und Junggesellen kann ich super spielen (er lacht).

Und blieb auf Kuba selbst auch Zeit, sich einiges anzuschauen?

Blaskovic: Ja, wir waren drei Wochen in Havanna stationiert. Einmal bin ich mit dem Bus mitgefahren bei einem Ausflug nach Viñales. Das ist ein tolles Tal, das entstand, als das Gebirge unterspült wurde. Dort gibt es viel Landwirtschaft, das war sehr interessant zu sehen. Die Bauern haben teilweise noch mit Pferden gearbeitet oder hatten die Hühner zum Schlachten auf dem Rücken. Das ist wirklich ein ganz anderes Leben dort. Ich war auch viel allein unterwegs, was ich sehr gerne mache – sich einfach treiben zu lassen. In Havanna war das ein Erlebnis. Dort gibt es viel Live-Musik in den Straßen. Die Leute haben eine Lebensfreude, das ist toll zu sehen. Schon Babys, die gerade mal laufen können, tanzen dort.

War es Ihr erster Aufenthalt in Kuba?

Blaskovic: Ja. Ich reise ja sehr gerne, aber in Kuba war ich noch nie. Es war auch ein guter Zeitpunkt für die Reise dorthin, denn in den kommenden Jahren wird sich das Land verändern (nach dem Ende des US-Embargos, Anm. d. Red.). Kurz nach uns kam US-Präsident Obama zu Besuch nach Kuba. Die hatten deshalb die ganze Straße zum Kapitol aufgerissen.

Wie geht’s weiter für Sie als Schauspieler?

Blaskovic: In der zweiten Jahreshälfte habe ich „One Shot Left“, den ersten Actionfilm ohne einen einzigen Schnitt gedreht, im Herbst „Die Chefin“ und vor Weihnachten für RTL. Deshalb genieße ich im Moment meinen Urlaub. Ab Januar drehe ich ein Projekt, über das ich aber noch nichts Nähres verraten darf. Sicher ist, dass wir im März wieder die „Rosenheim-Cops“ drehen, diesmal sogar einen 90-minütigen Film, danach dann wieder normale Serienfolgen.

Und wie sieht’s mit dem Vertrieb für Ihren Thriller „Im Nesseltal“ aus, den sie in Bayrischzell gedreht und selbst produziert haben?

Blaskovic: Wir verhandeln momentan noch mit der Verleih-Firma. Eine Auswertung durch einen Weltvertrieb wird es in jedem Fall geben. In welcher Form, das wird sich zeigen.

Das Gespräch führte Katrin Hager.

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