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Mit voller Aufmerksamkeit folgten die Teilnehmer der Ausbildungstour dem Vortrag von Online-Redakteur Klaus-Maria Mehr in der Redaktion des Miesbacher Merkurs. 

„Ich rufe heute noch an und frage, ob ich ein Praktikum machen darf“

Berufsluft geschnuppert: Positives Feedback bei der vierten Ausbildungstour 

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Praxisnah Schulen, Schüler und Unternehmen aus der Region zusammenbringen: 450 Teilnehmer erkundeten bei der vierten Ausbildungstour 67 Betriebe aus sämtlichen Branchen.

Landkreis – Einen Einblick in 80 verschiedene Ausbildungsberufe und 30 duale Studiengänge boten nun 67 Unternehmen im Landkreis bei der vierten Ausbildgungstour der Standort-Marketinggesellschaft (SMG) Landkreis Miesbach. Knapp 450 Schüler nahmen an der bisher umfangreichsten Veranstaltung teil.

Auf 35 Routen mit insgesamt 40 Betreuern in Gruppen von zehn bis 20 Teilnehmern begaben sich Schüler aus allen Schularten auf Erkundungstour. Eine Tour, die die Schüler im Voraus selbst auswählen konnten, bestand aus drei bis vier Unternehmen. Betriebe aus den verschiedensten Branchen, wie Handwerk, Technik, Gesundheit, Gastronomie und Hotellerie, Büro und Handel sowie Soziales nahmen das Angebot war, sich als regionales Unternehmen vorzustellen. Umgekehrt bot sich ihnen die Möglichkeit, potenzielle Auszubildende kennenzulernen. „Anfangs waren die Schüler oft sehr schüchtern, aber dann sind sie aufgetaut“, sagt Johann Holzinger, Bildungsmanager der SMG und Projektleiter der Ausbildungstour.

Die teilnehmenden Unternehmen haben sich einiges einfallen lassen, um den Schülern einen interessanten Einblick zu ermöglichen. Beim Autohaus Weingärtner durften die Teilnehmer eine Achsvermessung eines Transporters durchführen, bei der Maler- und Lackiererinnung stand das Vergolden von Stuckleisten mit Goldpapier auf dem Programm, und bei der CCL Label GmbH konnten die Schüler den gesamten Produktionsprozess von Etiketten am Beispiel ihrer eigenen Portraits mitverfolgen.

Spannend wurde die Tour auch bei der ISKA Schön GmbH. Hier hatten die Teilnehmer sogar die Möglichkeit, Minibagger zu fahren und Kies zu schaufeln sowie Rohre zu schweißen. Beeindruckt war davon vor allem Felix von der Mittelschule Holzirchen: „Ich rufe heute noch an und frage, ob ich ein Praktikum machen darf.“ Im Park-Hotel Egerner Höfe gab es verschiedene Stationen für die Mädchen und Buben. Vom Cocktail mixen und verköstigen, über Chicken Nuggets selber machen und Spezialbesteck zuordnen bis hin zum Zimmercheck war alles dabei.

Bei einer Tour im Bereich Gastronomie und Hotellerie standen etwa das Hotel „Der Wetserhof“, Hotel Terassenhof und Gut Kaltenbrunn auf dem Tagesplan. „Das war ein ganz spannender Blick hinter die Kulissen“, sagte Jana vom Holzkirchner Gymnasium nach dem Besuch auf Gut Kaltenbrunn. Dem stimmte auch Manuel von der Mittelschule Rottach-Egern zu: „Die Perfektion und Ordnung in der Küche hat mich beeindruckt. Ich kann mir gut vorstellen, hier ein Praktikum zu machen, um noch einen besseren Einblick ins Unternehmen zu bekommen.“

Und auch die Redaktion der Heimatzeitung nahmen einige Schüler genauer unter die Lupe und liesen sich in einem Vortrag den Beruf des Redakteurs erklären. „Es war spannend zu sehen, wie man einen Artikel formuliert“, resümierte Anian. „Und so vom leeren Blatt zur Geschichte kommt.“

Insgesamt wurde die Ausbildungstour gut angenommen – sowohl von den teilnehmenden Schülern, als auch von den Unternehmen und den Organisatoren. „Das Feedback war durchwegs positiv“, sagte Projektleiter Holzinger. „Wo sonst hat man als Betrieb die Chance, an einem Tag bis zu 40 potenzielle Auszubildende und Duale Studenten direkt vor Ort für das eigene Unternehmen zu begeistern?“

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