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Feuerwerk-Verbot an Stadt- und Marktplatz

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Von: Dieter Dorby

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Acht Zonen mit Feuerwerksverbot sind zum Jahreswechsel in Miesbach zu beachten.
Acht Zonen mit Feuerwerksverbot sind zum Jahreswechsel in Miesbach zu beachten. © Georg Jackl / Daniel Krehl

Zum Jahreswechsel hat es sich in Miesbachs Ortsmitte ausgeböllert: An Silvester herrscht am Marktplatz und am Stadtplatz Feuerwerk-Verbot. Nach langer Diskussion, wie man die Knallerei zum Jahreswechsel reglementieren kann, hat die Stadt nun ein rechtlich wirksames Werkzeug gefunden – den Brandschutz.

Mit Raketen ins neue Jahr oder still und beschaulich hinüberfeiern – auch in der Kreisstadt wurde in den vergangenen Jahren diese immer weitere Kreise ziehende Diskussion geführt. Zuerst ohne Chance auf Umsetzung, aber im November hatte der Stadtrat beschlossen: Das Jahr 2020 wird am Marktplatz und Stadtplatz ohne Raketen begrüßt.

Feuerbeschau war der Auslöser

Der Grund, dass jetzt ein Feuerwerksverbot durchgesetzt werden kann, ist ein rechtlicher. Nicht Feinstaubbelastung, Lärm-, Umwelt- oder Tierschutz sind ausschlaggebend, sondern der Brandschutz, wie Sandra Bauer vom Ordnungsamt der Stadt erklärt: „Bei einer Feuerbeschau im Sommer wurde festgestellt, dass am Marktplatz und am Stadtplatz unter Umständen eine erhöhte Brandgefahr besteht.“

Allgemeinvverfügung bereits erlassen

Die Stadt hat reagiert und zum 12. November eine Allgemeinverfügung erlassen, die nun an die Einwohner der betroffenen Bereiche zugestellt wurde. Die Tabu-Zonen haben einen Radius von 100 Metern – und das ist keine willkürliche Größe, wie Bauer erklärt: „Mit dieser Entfernung definiert der Gesetzgeber die Beschreibung ,in unmittelbarer Nähe‘.“

Feuerwerkfreie Zonen auch um Kirchen und Seniorenheime

Doch der Obere und der Untere Markt sind nicht die einzigen Bereiche, in denen das „Abbrennen und Abschießen von Feuerwerkskörpern der Kategorie 2“ – Kleinfeuerwerk wie zum Beispiel Raketen, Schwärmer, Knallkörper und Batterien – am 31. Dezember und 1. Januar verboten ist. Auch im 100-Meter-Umkreis von Kirchen und Altenheimen ist Zünden von Feuerwerk seit jeher generell untersagt. Das ergibt mit dem Vitanas- und dem AWO-Seniorenheim sowie der Portiunkulakirche, Stadtpfarrkirche, evangelischer und neuapostolischer Kirche sechs weitere Zonen.

Die Stadt Miesbach bittet ihre Bürger nun, nicht nur die Verbotszonen beim Jahreswechsel zu beachten, sondern auch außerhalb davon gemäßigt und verantwortungsvoll mit Feuerwerkskörpern umzugehen. Denn mit Zurückhaltung und Vorsicht beim Abbrennen werde nicht nur die eigene Gesundheit sowie die der Mitbürger geschützt, sondern auch Natur und Umwelt.

ddy

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