Das neue Modell der BRB: Der Lint-Zug
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Das neue Modell der BRB: Der Lint-Zug

Kommentar zum Runden Tisch

BRB/Lint-Proteste: Aus Empörung herauskommen

  • Stephen Hank
    vonStephen Hank
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Seit der Einführung der Lint-Züge bei der BRB kritisieren Menschen die neuen Modelle. Die Empörung muss einer sachlichen Debatte weichen, fordert Redaktionsleiter Stephen Hank.

Die Botschaft der Kritiker ist angekommen. Und man darf der BRB getrost unterstellen, dass sie selbst zuvorderst an einer raschen und tragfähigen Lösung interessiert ist. Unrealistische Forderungen wie die, eine ganze Zugflotte auszutauschen, sind völlig fehl am Platz. Ebenso gut könnte man sich eine sofortige Einstellung des Bahnbetriebs im Oberland wünschen. Es ist an der Zeit, aus der Empörungsspirale herauszukommen und nicht jeden Pfeif- und Quietschton auf Facebook zu posten.

Der Autor: Stephen Hank, Redaktionsleiter Miesbacher Merkur, Holzkirchner Merkur und Tegernseer Zeitung

Unser Artikel zum Thema: BRB will Lint-Mängel schnellstmöglich beseitigen

Wie so oft hilft es, sich gegenseitig zuzuhören, zu respektieren und Fakten anzuerkennen. Der Tölzer Landrat Josef Niedermaier hat ganz richtig angemahnt, persönliche Animositäten zugunsten einer guten Lösung hintanzustellen. Man müsse zusammenstehen, um gemeinsam die Verkehrswende zu schaffen. Das war auch in Richtung Heino Seeger gemeint. Einmal mehr waren die Wortmeldungen des vor acht Jahren geschassten BOB-Chefs von Verachtung gegenüber seinem früheren Arbeitgeber geprägt.

Dabei braucht es gerade jetzt die Expertise und Unterstützung von ausgewiesenen Bahnexperten wie ihm. Die Politik wiederum ist gefordert, die weiteren Schritte engmaschig zu kontrollieren und zu begleiten. Schaufensterreden wie die des Gmunder Bürgermeisters mögen den Kritikern gefallen. Zur Lösung beitragen können sie nicht.

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