KATWARN ausgelöst! Schwere Unwetter in Bayern

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Die Gefahrenstellen von oben: Den Schulweg mit Treppe (rot) von der Bushaltestelle (r.) zum Schulcampus halten die Elternbeiräte von Gymnasium und Realschule für zu eng und teils auch gefährlich. Auf Kritik stößt auch der Zustand des Fußwegs an der Turnhalle an der Schlierach (oben l.)

Eltern fürchten Gefahren

Brennpunkte auf dem Schulweg

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Miesbach - Bushaltepunkt, Einkaufszentrum, Umleitungsstrecke: Die Schlierseer Straße in Miesbach wird im neuen Schuljahr zum Verkehrsknotenpunkt. Elternbeiräte und Schülervertreter von Realschule und Gymnasium sehen die Schulwegsicherheit in Gefahr – und haben einen Antrag an den Stadtrat gestellt.

Das Thema Schulwegsicherheit ist ein Dauerbrenner in der Kreisstadt. Kein Wunder, decken Realschule und Gymnasium in Miesbach doch das gesamte Schlierach-/Leitzachtal ab. Viele Schüler reisen mit dem Bus an. Seit der Modernisierung der beiden Schulgebäude samt neuem Campus steuern sie alle denselben Hafen an: den Haltepunkt an der Einmündung der Schlierseer Straße in die B 472. In den Augen der Eltern ist dieser jedoch alles andere als sicher – genauso wie der Fußweg hinunter zu den Schulen. Pünktlich zum Ferienende haben die beiden Elternbeiräte und Schülermitverwaltungen – in Absprache mit den Schulleitern – einen Antrag an die Fraktionen des Stadtrats gestellt.

Drei Brennpunkte haben sie ausgemacht. Einer hat durch die Sperrung der Johannisbrücke zusätzliche Brisanz erhalten: der Haltepunkt an der Schlierseer Straße. Wie berichtet, ist die Strecke Teil der offiziell ausgeschilderten Umleitung in die Innenstadt. Zum ohnehin schon hohen Verkehrsaufkommen durch Edeka- und dm-Markt ein zusätzlicher Brandherd für Unfälle, befürchten die Antragsteller. Sowohl morgens als auch mittags werde es angesichts der hintereinander haltenden Busse zu „sehr großen Verkehrsbehinderungen und gefährlichen Situationen“ durch überholende Autos oder die Straße überquerende Schüler kommen. Zur Entschärfung schlagen die Eltern die Einrichtung einer Bushaltebucht im Bereich Waitzinger Wiese vor – ähnlich der für Grund- und Mittelschule an der Münchner Straße.

Haben die Schüler den Bus verlassen, wartet schon die nächste Engstelle auf ihrem Weg in den Unterricht: die Treppe vom Edeka-Markt zur Stöger-Ostin-Straße. Durch die Verlegung sämtlicher Haltepunkte an die Schlierseer Straße der Hauptkanal für den Schülerstrom. Zwar habe die Stadt den Weg im oberen Bereich bis zum Beginn der Treppe bereits verbreitert und verbessert. Trotzdem stelle diese weiterhin eine „lästige und zeitraubende Engstelle“ dar, heißt es in dem Antrag. Mehr noch: Durch die Wartezeit im Stau vor den Stufen würden einige Schüler morgens zu spät in den Unterricht kommen oder mittags gar den Bus nach Hause verpassen. „Die Treppe ist eine Hühnersteige“, sagt Martin Ritzinger vom Elternbeirat der Realschule.

Ähnlich vernichtend fällt sein Urteil über den Fußweg um die Mehrfachturnhalle an der Schlierach aus: zu dunkel, zu dreckig und im Winter schlecht geräumt. „Da gehört auch ein Geländer hin“, sagt Ritzinger. So habe er durch Zufall einen Bub beobachtet, der mit dem Rad die Kurve nicht mehr erwischt habe und fast die Böschung zur Schlierach hinabgestürzt wäre. „Er hat sich gerade noch an einem Baumstamm festhalten können“, sagt Ritzinger.

In ihrem Antrag fordern die Eltern- und Schülervertreter deshalb „eine weitere Straßenlaterne, ein Ausschneiden der Bäume sowie eine Wegsicherung zur Schlierach hin“. Zudem wollen sie, dass Mülleimer aufgestellt werden und der Weg im Winter rechtzeitig vor Unterrichtsbeginn von Schnee und Eis befreit wird. „Durch die Verlegung des Wegs hinter die Turnhallen wurde ein Schandfleck in Miesbach geschaffen, der keinen sicheren Schulweg für die Kinder darstellt“, lautet das Fazit der Antragsteller.

Ob ihr Vorstoß von Erfolg gekrönt wird, stellt sich bei der Bauausschuss-Sitzung am Dienstag um 16 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses heraus. Dort steht der Antrag als neunter Punkt auf der Tagesordnung.

Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) will der Diskussion im Gremium nicht vorgreifen und gibt deshalb auf Anfrage unserer Zeitung im Vorfeld keine Stellungnahme ab. Die genannten Punkte seien aber nicht neu, sondern wurden von den Schulen schon einmal vorgebracht. Es gebe dazu auch „Alt-Beschlüsse“, die sie in der Sitzung vorstellen werde. „Alles Weitere muss der Bauausschuss entscheiden.“

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