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Gemeinsam für die Einkaufsstadt: Stephanie (l.) und Uschi Liebhardt präsentieren mit Simon Schachenmeier die Bonuskarte zur Aktion „Wir für Miesbach“, mit der die Miesbacher Geschäftsleute während des Neubaus der Johannisbrücke Kunden in ihre Läden locken wollen.

Geschäftsleute stellen Aktion vor

Brückensperrung: Bonuskarte soll Kunden anlocken

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Miesbach - Der Umweg soll sich lohnen. Mit einer Bonuskarte wollen 37 Miesbacher Läden die Kunden während der Sperrung der Johannisbrücke in die Innenstadt locken.

Ein gemeinsamer Gegner schweißt zusammen. Im Fall der Miesbacher Geschäftsleute ist das die Sperrung der Johannisbrücke. Anstatt jedoch mit aller Kraft gegen die Baustelle zu kämpfen, wollen die Ladeninhaber aus der Not eine Tugend machen und die Kunden mit verschiedenen Aktionen für den umständlicheren Weg in die Innenstadt entschädigen.

Wie berichtet, haben sie dazu die unabhängige Interessensgemeinschaft „Wir für Miesbach“ gegründet. Auch wenn die Großbaustelle ab Mitte August den Startschuss markiert, will sich die Gruppe nicht auf dieses Projekt beschränken. „Wir wollen uns Gedanken machen, wie wir unsere Kunden für die Einkaufsstadt Miesbach begeistern können“, erklärt Sprecherin Stephanie Liebhardt. Dazu wolle man eng mit der Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM), den Geschäftsleute-Stammtischen Marktplatz und Fraunhoferstraße, aber auch mit der Stadt zusammenarbeiten. Wie das gelingen kann, soll die Brückensperrung zeigen.

Eine erste Aktion haben die Ladeninhaber bereits auf den Weg gebracht: die „Brücken-Bonuskarte“. Das Prinzip ist einfach. Jeder Kunde, der während der Bauzeit in einem der 37 teilnehmenden Geschäfte einkauft, bekommt einen Aufkleber für seine Karte. Bei zehn Stickern ist die Sammlung komplett. „Jeder kann so viele Karten sammeln, wie er will“, erklärt Liebhardt. Das wiederum erhöht die Chancen auf einen Preis bei der Verlosung beim Michaelimarkt am Sonntag, 25. September, um 15 Uhr auf der Rathaustreppe. Jede vollständig gefüllte Karte wird da zum Loszettel. Zu gewinnen gibt’s Gutscheine und Sachgeschenke von den teilnehmenden Geschäften. Dazu organisieren „Wir für Miesbach“ und die GWM Essens- und Getränkestände sowie ein Musik- und Kinderprogramm in der Fraunhoferstraße. „Das soll ein kleiner Zusatz zum Markt werden, nichts Großes“, sagt Liebhardt.

Überschaubar ausfallen werden auch die Kosten. 250 Euro veranschlagen die Veranstalter für den Druck der Karten. Dazu kommen die Preise für die Verlosung – mehr nicht. Ein vergleichsweise geringer Aufwand, der aber viel bewirken soll. „Wir wollen ein positives Zeichen für die Zusammenarbeit der Geschäftswelt mit der Stadt setzen“, erklärt Liebhardt.

Die sollen die Kunden auch in einer besseren Informationspolitik zu spüren bekommen. Auf der Internetseite www.wir-fuer-miesbach.de können sich die Einkaufenden über den aktuellen Stand der Brückenbauarbeiten erkundigen. Sollte die Stadt eine Webcam an der Baustelle aufstellen lassen, wird auch diese dort eingebunden. Zudem sollen Werbebanner an den Ortseingängen auf die Aktion hinweisen.

Als Starttermin haben die Organisatoren Montag, 1. August, auserkoren. Dass die Stadt den Baubeginn auf Mitte August verschoben hat, ändert nichts an ihren Plänen. „Wir stehen bereit, auch wenn die Brücke noch steht“, sagt Liebhardt schmunzelnd. Diesen Schwung wollen sich die Geschäftsleute auch nach Abschluss des Neubaus der Johannisbrücke beibehalten. „Wir wollen dieses Potenzial erhalten, fördern und ausbauen.“ Und so die Einkaufsstadt Miesbach weiter beflügeln. Ein gemeinsames Ziel, das zusammenschweißt.

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