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Wer tritt an, wer nicht: die Übersicht exakt ein Jahr vor der Kommunalwahl. Die Wackelkandidaten erklären sich zum Teil mit einer Kandidatur für das Amt des Landrats.

In einem Jahr ist Kommunalwahl im Landkreis

Bürgermeisterwahl 2020: Alle Namen im Überblick

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Am 15. März 2020 ist Kommunalwahl im Landkreis Miesbach. Bei den Bürgermeistern gibt es nur wenige feste Größen, aber viele Spekulationen. Unsere abgeschlossene Serie bietet den Überblick.

Zehneinhalb Monate bleiben den Parteien und Gruppierungen im Landkreis Miesbach, um ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 zu finden. Abgestimmt wird nicht nur über 14 Bürgermeister- und den Landratsposten, sondern auch über die 304 Sitze in den Gemeinderäten der 17 Städte und Gemeinden sowie die 60 Sitze im Kreistag. Noch haben die Kreis- und Ortsvereine Zeit, denn die Aufstellungsversammlungen müssen so durchgeführt werden, dass die Einreichung der Wahlvorschläge beim Wahlleiter bis Donnerstag, 23. Januar 2020, durchgeführt werden kann.

Irschenberg wählt seinen Bürgermeister am 26. Mai 2019

Entsprechend langsam sickert die Kommunalwahl ins Bewusstsein der Verantwortlichen in den Ortsvereinen. Vielerorts ist noch alles im Fluss. Verhältnismäßig einfach dürfte es in den Kommunen sein, in denen die Amtsinhaber erneut antreten können und wollen. Im Schlierach-/Leitzachtal ist dies voraussichtlich in den Gemeinden Bayrischzell, Hausham und Schliersee mit den Bürgermeistern Georg Kittenrainer (CSU), Jens Zangenfeind (FWG) und Franz Schnitzenbaumer (CSU) der Fall. Irschenberg ist komplett außen vor: Dort wird am Sonntag, 26. Mai, der Nachfolger für den verstorbenen Hans Schönauer (FW Niklasreuth) gewählt, der dann im Zuge der Harmonisierung der Wahltermine bis 2026 im Amt bleiben soll. Als Kandidaten wurden bereits Marcus Hermann (Aktive Bürger), Klaus Meixner (CSU) und Hans Nirschl (Freie Wähler Irschenberg/Reichersdorf) nominiert.

Im Tegernseer Tal fallen zwei Gemeinden mit ihren Bürgermeistern schon mal aus dem Turnus raus: Gmund hat am 11. März 2018 Alfons Besel (FWG) gewählt, und Josef Bierschneider (CSU) wurde in Kreuth am 25. September 2016 im Amt bestätigt. Zwei Amtsinhaber werden aller Voraussicht nach wieder antreten: Tegernsees Rathauschef Johannes Hagn (CSU) und sein CSU-Kollege Christian Köck aus Rottach-Egern.

Spannende Situation in Holzkirchen & Umgebung

Der Norden des Landkreises rund um Holzkirchen scheint auf den ersten Blick die langweiligste Ecke zu sein: Alle Amtsinhaber können noch mal antreten. Doch bei genauem Hinsehen sind es nur zwei Gemeinden, bei denen das ziemlich sicher ist: Valley mit Andreas Hallmannsecker (FWG) undWeyarn mit Leonhard Wöhr (CSU). Die übrigen drei sind derzeit sehr vage. Holzkirchens Rathauschef Olaf von Löwis gilt als heißer CSU-Kandidat für die Landratswahl, ebenso könnte Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) aus Warngau seinen Hut auf Kreisebene in den Ring werfen. Und bei Jakob Eglseder (CSU) ist offen, ob er es nach dem jahrelangen Streit um das Sportzentrum in Otterfing noch mal versuchen will.

Alles offen in Waakirchen

Einige Rathäuser werden auf jeden Fall neu besetzt werden. Im Tegernseer Tal sind das Bad Wiessee und eventuell auch Waakirchen. Während Peter Höß (FWG/Wiesseer Block) altersbedingt definitiv nicht mehr antritt, ist Sepp Hartl (FWG) ein Wackelkandidat. Fraglich ist nämlich nicht nur, ob er mag. Auch sein Ortsverein muss mitziehen wollen.

In Miesbach und Fischbachau ist die Lage dagegen recht einfach. In der Kreisstadt tritt Amtsinhaberin Ingrid Pongratz (CSU) nicht mehr an, obwohl das rechnerisch noch möglich wäre. Die Vize-Landrätin wäre 2020 gerade mal 64 Jahre alt. Sie dürfte also noch mal ran, weil die Altersgrenze bei 67 Jahren liegt, doch eine erneute Kandidatur lehnt sie klar ab: „Ich habe das bei meiner Wiederwahl 2015 schon gesagt, dass 2020 Schluss ist. Ab dann gibt es nur noch die Familie.“ Auch für den Kreistag will sie nicht mehr antreten. „Wenn schon, dann richtig“, beschreibt sie ihren Rückzug aus der Kommunalpolitik. Auch Josef Lechner (CSU) könnte in Fischbachau noch mal antreten, will aber einen Schlussstrich ziehen – ebenfalls mit Blick auf die Familie.

Der Landrat will Landrat bleiben

Und nicht zuletzt gibt es auch eine Landratswahl. Amtsinhaber Wolfgang Rzehak (Grüne), einer der beiden ersten Landräte der Grünen in Bayern, will erneut antreten und seine Position gegen die Herausforderer behaupten. Eine spannende Frage, die nicht zuletzt davon abhängt, wer gegen ihn antreten wird.

ddy

Update 27. März 2019:

CSU-Ortschef Florian Sareiter kandidiert in Bad Wiessee


Die Serie

Wie es in den einzelnen Kommunen aktuell aussieht, welche Herausforderer die übrigen Fraktionen ins Rennen schicken wollen und welche Namen gehandelt werden, beleuchten wir in einer umfangreichen Serie.

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