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Sonnenblume für die Kandidatin: Georg Kraus, Ortsverbandssprecher der Miesbacher Grünen, und Bezirks- und Kreisrätin Elisabeth Janner (r.) gratulieren Astrid Güldner zur Bewerbung ums Bürgermeisteramt.

Sie setzt auf Kommunikation

Grüne Frau für Miesbach: Astrid Güldner kandidiert fürs Bürgermeisteramt

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Die Kreisstadt Miesbach hat ihren dritten Bewerber fürs Bürgermeisteramt. Genau genommen ist es eine Bewerberin: Astrid Güldner (52) will für die Grünen antreten.

Miesbach – Ideen entwickeln, sie kommunizieren und mit klaren Anweisungen umsetzen: Qualitäten, die Astrid Güldner schon in ihrem Beruf als Regisseurin und Fernsehjournalistin gut gebrauchen konnte. Seit 2014 bringt die 52-Jährige diese auch im Miesbacher Stadtrat und im Arbeitskreis Marktplatz ein. Ab dem 15. März 2020 will die Grünen-Politikerin damit nun sogar die Geschicke der Kreisstadt lenken: als neue Bürgermeisterin.

Nach der Ortsversammlung zum Thema Kommunalwahl der Miesbacher Grünen verkündete Güldner offiziell, was Beobachter schon länger vermutet haben: Sie will für den Chefsessel im Rathaus kandidieren. Nach Florian Hupfauer (FDP) und Gerhard Braunmiller (CSU) steht damit Bewerber Nummer drei fest. Bei Versammlung ist Güldners Entscheidung gut angekommen, informieren die Grünen in ihrer Pressemitteilung. Auch die Kandidatin selbst zeigt sich erfreut über den Zuspruch: „Das bestärkt mich, dass ich mit meiner Politik für Miesbach auf dem richtigen Weg bin.“

Sie fühle sich der Kreisstadt sehr verbunden, betont Güldner, die hier aufgewachsen ist. „Ich empfinde es als Privileg, hier leben zu dürfen.“ Das wisse man besonders zu schätzen, wenn man mal eine Zeit lang weg gewesen sei. Nach ihrem Studium der Kommunikationswissenschaft arbeitete die 52-jährige lange als Redakteurin für das ZDF, unter anderem in den USA, Mainz und München. Vor mehr als zehn Jahren kehrte sie mit Mann und Tochter wieder zurück in ihre alte Heimat.

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Durch ihre Arbeit im Stadtrat habe sie viele Bereiche kennengelernt, „in denen es sich lohnt, anzupacken, um unser schönes Miesbach voranzubringen“. Dies könne nur gemeinsam und unter Einbeziehung der vielen ehrenamtlich engagierten Bürger gelingen. Diesen will Güldner „Steine aus dem Weg räumen“, anstatt ihnen „Knüppel zwischen die Beine zu werfen“.

Als zentrales Thema für Miesbach erachtet die Bürgermeisterkandidatin die Stadtentwicklung. Die Umgestaltung des Marktplatzes, an der Güldner maßgeblich beteiligt war, sei nur ein erster Schritt gewesen. Jetzt müsse der Prozess zielgerichtet mit Planern und Plänen vorangebracht werden. „Dafür werden wir ein schlüssiges Gesamtkonzept erarbeiten.“ Güldner sieht Miesbach als „ökologisch orientierte Stadt“, die erneuerbare und dezentrale Energieversorgung fördere, in die Fahrradinfrastruktur investiere und den Artenschutz auf öffentlichen Flächen verbessere. Ferner will die Kandidatin auf Kinderbetreuung, bezahlbaren Wohnraum sowie Förderung von Sport, Jugend, Kultur und der regionalen Wirtschaft setzen und dafür Lösungen erarbeiten.

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Bei den Miesbacher Grünen ist die Freude über Güldners Kandidatur groß: „Eine Bürgermeisterin muss den Wallen haben, zu gestalten und die Menschen dabei mitnehmen können“, sagen Fraktionssprecher Manfred Burger und Ortsverbandssprecher Georg Kraus. All diese Voraussetzungen bringe Güldner mit oder habe sie bereits bewiesen. Bezirks- und Kreisrätin Elisabeth Janner sieht in der Entscheidung der Grünen, eine Frau ins Rennen ums Bürgermeisteramt zu schicken, ein „gutes Zeichen für den Landkreis“.

Die offizielle Nominierung Güldners und der Grünen-Liste für den Stadtrat soll im November erfolgen. Das Wahlprogramm will der Miesbacher Ortsverband gemeinsam ausarbeiten.

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