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Die Vorsitzende und ihr Kandidat: Ursula Lex beglückwünscht Florian Hupfauer zur Bürgermeisterkandidatur. 

Erster Kandidat für Wahl in Miesbach steht fest

Wenige Monate nach FDP-Eintritt: Florian Hupfauer (29) will Bürgermeister werden

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Das Rennen um die Nachfolge von Ingrid Pongratz (CSU) ist eröffnet. Die FDP hat als erste Partei ihren Bürgermeisterkandidaten präsentiert: Florian Hupfauer (29).

Miesbach – Florian Hupfauer hat sich Zeit gelassen mit seinem parteipolitischen Engagement. Erst Ende vergangenen Jahres entschied er sich zum Eintritt in die FDP. Dann aber drückte der 29-jährige Automobilverkäufer aufs Gas. Schon im April stellte er sich bei der Neuwahl des Kreisverbands für einen Posten im Vorstand zur Wahl – und wurde prompt zum Vize-Vorsitzenden gekürt. Weitere zwei Monate später zündete Hupfauer nun den Turbo. Bei der Hauptversammlung der FDP Miesbach bot er seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl 2020 an. Die Mitglieder gaben dem 29-Jährigen einstimmig grünes Licht. Zumindest zeitlich haben sich die Liberalen damit die Pole Position – den ersten Startplatz – gesichert.

Ganz bewusst, wie FDP-Kreisvorsitzende Ursula Lex betont. „Es ist bürgernah und gut für den demokratischen Prozess, wenn man dem Wähler möglichst früh seinen Kandidaten nennt.“ Dass mit Hupfauer der richtige Mann ins Rennen geht, davon ist Lex überzeugt. Mit ihm könne es der FDP gelingen, sich mehr in der Kommunalpolitik zu verankern. Aktuell sitzt mit Claus Fahrer lediglich ein Mann für die Liberalen im Stadtrat.

Hupfauer selbst will nun quasi von außen direkt den Sprung auf den Chefsessel im Rathaus schaffen. Die kommenden Monate will er nutzen, um sich den Miesbachern vorzustellen. Trotz seines jungen Alters sieht sich der 29-Jährige den Aufgaben des Stadtoberhaupts gewachsen. „Ich habe meinen Weg gesucht und gefunden.“

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Das politische Interesse hat Hupfauer schon über seine Familie mitbekommen. Seine Oma war Sekretärin des Landrats, sein Schwiegervater sitzt aktuell für die CSU im Miesbacher Stadtrat: Erhard Pohl. Dass sich Hupfauer letztlich für die FDP entschieden hat, begründet er mit zwei Grundwerten der Liberalen: Freiheit und Offenheit. Als er bei Lex sein Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet habe, habe die ihn gleich mit offenen Armen aufgenommen. „Wir liegen auf einer Wellenlänge“, schwärmt Hupfauer. Überhaupt klappe die Zusammenarbeit im Kreisvorstand gut. „Da ich keine parteiinternen Hürden oder Widerstände fürchten muss, kann ich mit allen ergebnisorientiert und sachlich zusammenarbeiten.“ Diesen transparenten und bürgernahen Politikstil wolle er auch als Bürgermeister pflegen. Als „waschechter Miesbacher“ wisse er sehr genau, „wo den Bürgern der Schuh drückt“.

Einige Themen hat sich der angehende Familienvater und gelernte Kfz-Mechatroniker bereits auf die Liste geschrieben. So möchte er sich unter anderem für eine Entwicklung des weitgehend brachliegenden Industriegebiets in Müller am Baum einsetzen. Hupfauer sieht hier eine „landschaftsverträgliche und akzeptierte Gewerbeerweiterungsmöglichkeit“.

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Auch die attraktive Gestaltung des Marktplatzes sowie des Parks an der Riviera für Familien, Einheimische und Besucher gleichermaßen liegt dem 29-Jährigen am Herzen. Dazu gehöre eine funktionierende Infrastruktur mit ausreichend Parkplätzen. „Im Schulterschluss mit anderen Bürgermeistern“ will sich Hupfauer ferner parteiübergreifend und kollegial für eine pragmatische Lösung im Streit um die Wasserschutzzonenerweiterung einsetzen. Im Sinne der Transparenz plädiert der FDP-Kandidat für eine Live-Übertragung der öffentlichen Stadtratssitzungen im Internet.

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„Wir wollen einen Wechsel, um etwas zu verändern und Miesbach fit für die Zukunft zu machen“, sagt Hupfauer, der in einem Miesbacher Autohaus arbeitet. Man müsse gute Traditionen bewahren, dürfe dabei aber den Blick nach vorne nicht verlieren. Ein Versprechen haben ihm die Mitglieder bei der Wahl bereits abgenommen, wie Lex erzählt: „Der Flori tritt an, um mit den Bürgern und nicht über die Bürger zu entscheiden.“

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