Immer zusammen mit Menschen: Leiterin des Servicezentrum Petra Köcher ist seit 22 Jahren beim Roten Kreuz.
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Immer zusammen mit Menschen: Leiterin des Servicezentrum Petra Köcher ist seit 22 Jahren beim Roten Kreuz.

Serie: 100 Jahre BRK

„Bürgernah zu arbeiten, gefällt mir“: Petra Köcher über ihre Arbeit im Miesbacher Kleiderladen

  • Luisa Billmayer
    VonLuisa Billmayer
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Das BRK betreut vier Kleiderläden im Landkreis Miesbach. Petra Köcher (60), Leiterin des Miesbacher Servicezentrums mit Kleiderladen, berichtet, wer dort einkauft.

Landkreis – Die BRK-Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit im Landkreis Miesbach betreut vier Kleiderläden in Holzkirchen, Miesbach, Hausham und Bad Wiessee sowie die Tafeln in Miesbach und Hausham. Petra Köcher (60), Leiterin des Miesbacher Servicezentrum mit Kleiderladen berichtet, wer dort einkauft und wie die Kleidungsstücke dort hinkommen.

„Bürgernah zu arbeiten, gefällt mir“: Petra Köcher über ihre Arbeit im Miesbacher Kleiderladen

Wie lange sind Sie schon beim Roten Kreuz?

Insgesamt bin ich schon seit 22 Jahren hauptamtlich beim Roten Kreuz aktiv. Ich habe schon vieles gemacht: Ich bin Assistenz der Geschäftsführung und habe auch schon bei Essen auf Rädern und dem Hausnotruf gearbeitet. Im Miesbacher Servicezentrum und im Kleiderladen bin ich seit 2017.

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Was ist besonders an der Arbeit in den Kleiderläden?

Das Menschliche hat mir schon immer viel Spaß gemacht beim Roten Kreuz. In den Kleiderläden arbeiten wir ja ständig mit Menschen zusammen. Manche Kunden kommen auch nur vorbei, um ein Schwätzchen zu halten oder sich zu unseren Angeboten beraten zu lassen. Viele Menschen zu treffen ist immer sehr abwechslungsreich. Bürgernah zu arbeiten, das gefällt mir.

Wie kommen die Kleider in die Läden?

Spender bringen die Bekleidung zu uns. Dann bereiten wir die Sachen auf und verkaufen sie zu günstigen Preisen weiter. Es kann übrigens jeder kommen. Man benötigt keine besondere Berechtigung, alle können bei uns einkaufen.

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Wer kauft bei Ihnen ein?

Das ist sehr durchwachsen. Familien, Geflüchtete, ältere Menschen, Bürger jeden Alters kommen zu uns.

Hat sich durch die Corona-Pandemie etwas verändert?

Die Kleiderläden mussten abhängig von der Sieben-Tages-Inzidenz schließen, genau wie andere Geschäfte auch. Wir schauen jeden Tag auf die Zahlen. Im Servicezentrum versuchen wir trotzdem so gut es geht, für die Menschen da zu sein. Durch die Krise ist aber deutlich die Nachfrage für Kleidung gestiegen, auch in der Tafel. Gleichzeitig wird weniger abgegeben als vor der Pandemie, obwohl wir weiterhin Spenden annehmen. Das Service-Zentrum ist ja trotz Corona offen. Wir freuen uns, dass wieder ganz geöffnet ist und hoffen, dass die Bürger auch wieder mehr Kleidung bringen.

Zu dieser Serie

Das Deutsche Rote Kreuz feiert sein 100-jähriges Bestehen. Daher stellen wir die fünf ehrenamtlichen Gemeinschaften im BRK-Kreisverband vor. Mit dieser Folge endet die Serie.

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