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Bund Naturschutz Ortsgruppe Miesbach: Trotz Corona viele Projekte umgesetzt

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Von: Christine Merk

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Einsammeln am Zaun: Die Amphibienarbeit, hier Evi Burger 2021 bei der Fehnerschmiede, wurde fortgesetzt.
Einsammeln am Zaun: Die Amphibienarbeit, hier Evi Burger 2021 bei der Fehnerschmiede, wurde fortgesetzt. © archiv tp

Corona hat der Ortsgruppe Miesbach des Bund Naturschutz zwar zwei Jahre lang für Versammlungen und viele Stammtische einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber den aktiven Naturschutz ließen sich die Mitglieder nicht nehmen.

Miesbach – Corona hat der Ortsgruppe Miesbach des Bund Naturschutz zwar zwei Jahre lang für Versammlungen und viele Stammtische einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber den aktiven Naturschutz ließen sich die Mitglieder nicht nehmen. Das zeigte der Bericht der Ersten Vorsitzenden Eva Burger bei der Hauptversammlung im Weißbräustüberl.

Bund Naturschutz Ortsgruppe Miesbach: Trotz Corona viele Projekte umgesetzt

So rückten viele freiwillige Helfer im Kampf gegen die Ausbreitung von Staudenknöterich und Springkraut aus: zwei Arten, die in Deutschland eingeschleppt wurden, für die es keine Fressfeinde gibt und die heimische Arten verdrängen. Umso wichtiger sei der kontinuierliche Einsatz des BN, der zumindest den Status quo erhalten konnte, teilt die Ortsgruppe mit. Burger dankte allen Helfern, die hier im Einsatz waren, darunter auch die Jugend des Technischen Hilfswerks sowie der Bauhof Miesbach, der stets den Abtransport der ausgerupften Pflanzen übernehme.

Auch die Amphibienarbeit sei in den vergangenen Jahren erfolgreich fortgeführt worden, erklärte Burger. Einer der Schwerpunkte sei in Fehn am Bach, wo die Ortsgruppe seit Jahren arbeite. Nicht nur das: Die Helfer stellen ihr Entgelt sogar als Spende zur Verfügung.

Der Nachwuchs – die Kinder der Gruppe „Wolfstatzen“ – war bei manchen dieser Aktionen bereits mit an Bord. Für die Gruppe werde eine neue Leitung gesucht, erklärte die Vorsitzende. Julia und Michael Murböck, die die jungen Naturschützer zurzeit anleiten, gehen in die Babypause und können sich weniger engagieren.

Im Anschluss blieb viel Zeit für den Vortrag von Markus Bogner vom Boarhof im Gmunder Ortsteil Holz. Sein Thema: „Permakultur bei uns im Oberland“. Bogner erklärte deren Grundsätze und Besonderheiten, nannte Zahlen zu den Pflanzen- und Tierarten an seinem Hof (182) und berichtete, dass als Schädlingsbekämpfer gegen Schnecken Erdkröten zum Einsatz kommen. Wer den Umstieg in eine humanere Landwirtschaft erleben will, sollte den Boarhof kennenlernen, empfiehlt die BN-Ortsgruppe. Er sei ein Modell für eine bessere Ernährung der Welt.

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