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Bundestagswahl 2017 in Miesbach

Veronika Burghard über ihre erste Bundestagswahl als Wahlhelferin

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Heute ist Bundestagswahl. Die einen sind schon alte Hasen, die anderen wählen zum ersten Mal. Ein erstes Mal erlebt auch Veronika Burghard aus Miesbach: Sie ist heuer erstmalig Wahlhelferin.

Miesbach – Veronika Burghard (34), Finanzbeamtin aus Miesbach, ist zum ersten Mal Wahlhelferin. In der Miesbacher Trachtenhütte ist sie am Tag der Bundestagswahl gut beschäftigt. Erst geht es darum, dass die Wahl ohne Probleme vonstatten geht. Dann geht es ans Auszählen. Die 34-Jährige erzählt, weshalb sie sich entschieden hat, bei dieser Wahl mitzuhelfen, wie es ihr heute dabei geht und worauf es dabei zu achten gilt.

Frau Burghard, wie kommt es, dass Sie in diesem Jahr als Wahlhelferin tätig sind?

Burghard: Man hat mich gefragt, ob ich dabei helfen möchte, und ich habe spontan zugesagt. Ich fühle mich geehrt, weil man so viel Vertrauen in mich hat, unt nehme meine Aufgabe sehr ernst. Respekt habe ich besonders vor dem Auszählen der Stimmzettel.

Was genau ist Ihre Aufgabe?

Burghard: Zunächst kontrolliere ich, ob die Personen wahlberechtigt sind. Das vermerke ich dann und begleite den einen oder anderen auch zur Wahlurne. Es sind schließlich auch Wähler dabei, die das zum ersten Mal machen. Wir müssen zudem dafür sorgen, dass die Wähler an den Urnen allein und ungestört sind. 

Sicher gab es vor der Wahl eine Einweisung.

Burghard: Ja, die haben wir bekommen. Als ich gehört habe, dass die Stimmzettel doppelt gezählt werden, hat mich das schon beruhigt. Uns wurde außerdem erklärt, worauf wir beim Auszählen achten müssen, wann eine Stimme gültig ist und wann nicht. Ganz wichtig ist auch während der Wahl, dass wir als Helfer neutral auftreten.

Was heißt das genau?

Burghard: Ich darf zum Beispiel keinen Button tragen, mit dem ich für eine Partei werbe. Die Personen, die zum Wählen kommen, dürfen in keiner Weise beeinflusst werden.

Sind Sie denn Parteimitglied?

Burghard: Nein, in einer Partei bin ich nicht, aber schon politisch interessiert. Ich halte mich auf dem aktuellen Stand, weil das wichtig ist, vor allem wenn man in einer Demokratie lebt. Wer wählt, sollte sich schließlich auskennen. Damit, dass ich jetzt Wahlhelferin bin, hat das aber nichts zu tun. Das mache ich nicht etwa rein aus Pflichtgefühl, sondern vor allem aus dem Bewusstsein heraus, dass wir als Bürger in erster Linie durch die Wahlen aktiv politisch Einfluss nehmen können und sollen. Ich bin Wahlbeisitzerin, weil ich enorm wichtig finde, den Ablauf des Wahlvorgangs zu unterstützen.


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