„Mehr können wir nicht leisten“

3G in Bus und Bahn: Unternehmen vor großer Herausforderung - Bald Hilfe von Polizei?

  • Bettina Stuhlweißenburg
    VonBettina Stuhlweißenburg
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  • Andreas Steppan
    Andreas Steppan
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Seit Mittwoch gilt in öffentlichen Bussen und Bahnen in Bayern 3G. Verkehrsbetriebe fragen sich nun, wie sie die Einhaltung der Corona-Regel kontrollieren sollen.

Landkreis - Andreas Päschel leitet die für die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen zuständige Niederlassung West der Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) in Tegernsee. Er beruft sich in dieser Frage auf die Position des Landesverbands der bayerischen Omnibusunternehmer (LBO), in dem die RVO Mitglied ist.

Corona in Bayern: 3G in Bus und Bahn - Nur stichprobenartige Kontrollen

„Aus Sicht des LBO muss die Kontrolle als hoheitliche Aufgabe interpretiert werden und somit den Behörden wie Polizei und Ordnungsamt vorbehalten bleiben“, teilt Päschel auf Nachfrage mit. Überprüfungen könnten darüber hinaus maximal im Rahmen von stichprobenartigen Ticketkontrollen erfolgen. Die führe ein Kontrolldienst durch. „Die Fahrer sind für die Pünktlichkeit und Sicherheit der Fahrgäste da und nicht zum Kontrollieren der 3G-Regel.“

Laut Päschel sind die Fahrgäste verpflichtet, auf Verlangen entsprechende Nachweise vorzulegen. Ausreichend sei für Nichtgeimpfte und -genesene ein negativer Schnelltest, der bei Fahrtantritt nicht älter als 24 Stunden sein darf. Ausgenommen von der 3G-Regel seien Schüler, da diese in den Schulen getestet werden.

Corona-Regeln in Bus und Bahn: „Fahrer sind nicht zum Kontrollieren der 3G-Regel da“

Von nur stichprobenartigen Kontrollen durch die Kundenbetreuer berichtet auf Anfrage auch Annette Luckner, Pressesprecherin der Bayerischen Regiobahn (BRB). „Mehr können wir im Moment nicht leisten.“ Unterstützung von Polizei oder Ordnungsämtern gebe es bisher nicht. „Wir sind da auf uns allein gestellt“, so Luckner. Wie berichtet, hatte die BRB die Einführung der 3G-Regel in Bus und Bahn im Vorfeld kritisch beurteilt. Wer ohne entsprechenden Nachweis in Bus oder Bahn erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 2500 Euro rechnen.  

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Rubriklistenbild: © archiv TP

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