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Zum Start des Projekts fragte Citymanager Schorsch Danner im November 2013 bei der Infoveranstaltung im Bräuwirt die Bedürfnisse der Miesbacher ab. Im Herbst soll eine Wiederholung folgen mit Blick darauf, was sich bereits getan hat.

Stadtentwicklung

Citymanager Danner soll bleiben

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Miesbach  - Mit einem schwierigen Auftrag ist Schorsch Danner vor drei Jahren in Miesbach angetreten: die Geschäftsleute zum Mitmachen bei der Stadtentwicklung aktivieren. Das hat er geschafft. Im Sommer läuft sein geförderter Vertrag aus. Doch er soll an Bord bleiben.

Der Vertrag der Stadt mit Citymanager Schorsch Danner läuft nur noch wenige Monate – abhängig vom Arbeitsumfang. Im Stadtentwicklungsausschuss stand deshalb das weitere Vorgehen auf der Tagesordnung, und die Forderung ist deutlich: Der Lotse Danner soll an Bord bleiben.

Am klarsten brachte das Uschi Liebhardt, Zweite Vorsitzende des Gewerbeverbands Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM), auf den Punkt: „Es ist so viel Vertrauen gewachsen. Die Kommunikation ist intensiv, und Danner kennt die passenden Verfahrensweisen.“ Seine Arbeit könne bei GWM und Gewerbetreibenden niemand übernehmen. Deshalb wünsche sich die GWM eine weitere Zusammenarbeit. Ähnlich sah es Stefanie Mawick, Sprecherin des Stammtisches Fraunhoferstraße: „Von Danner haben wir stets erfahren, was wir wissen mussten.“ Einen gleichwertigen Ersatz seitens der Stadt konnte Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) nicht garantieren. Für einen Wirtschaftsförderer fehle definitiv das Geld, „und ich weiß auch nicht, ob ich dafür einen Mitarbeiter habe“.

Alfred Mittermaier (CSU) schlussfolgerte daher: „Wir sollten mit Danner weitermachen. Umsonst werden wir eine Begleitung nicht bekommen, und es ohne Plan auslaufen zu lassen, ist mir zu wenig.“ Auch Florian Ruml (FW) sprach sich für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit aus: „Man kann Danner gar nicht genug danken. Er ist der richtige Mann für Miesbach.“ Die Stadt solle auf jeden Fall mit ihm weitermachen, „sonst würde die Arbeit zunichte gemacht“.

Dabei standen die Zeichen zunächst auf Abschied. Nach drei Jahren läuft im Sommer Danners Förderung durch die Regierung von Oberbayern aus. Das bedeutet: Soll der 50-jährige Sozialpädagoge aus Grafing die Stadtentwicklung weiter begleiten und voranbringen, muss die Stadt sein Stundenhonorar vollständig tragen – trotz 5,4-Millionen-Euro-Loch im Haushalt. Doch auch unabhängig vom Geld war Danner in den vergangenen Monaten ins Abseits gerutscht – die Folge politischer Machtspiele im Stadtrat.

In seinem Vortrag blickte der Citymanager auf das Erreichte: Die Geschäftsleute wurden aktiviert, mit Stammtischen eigenständige Strukturen geschaffen, und der 2015 ins Leben gerufene Ausschuss hat sich als Brücke zwischen Stadtrat und Bürgern etabliert. Zudem wurde die GWM neu ausgerichtet, und der Stadtrat setzte sich in einer Klausur mit eigenen Arbeitsweisen, Rollen und Problemen auseinander. Auch wurden ein Beschilderungskonzept und ein Verkehrsgutachten erstellt.

Zweiter Bürgermeister Paul Fertl (SPD) war damit nicht zufrieden: „In den vergangenen Monaten ist wenig passiert.“ Auch sei Danner Fertls Bitte, die SPD-Fraktion besser zu informieren, nicht nachgekommen. Danners Antwort: „Auf Einladung komme ich gerne, aber ich dränge mich nicht auf.“ Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FW) brach indes eine Lanze für Danner: „Die Unterstützung für ihn im Stadtrat war nicht immer die Beste. Wir sollten die Zusammenarbeit fortsetzen und auch finanzieren.“

Als nächste Schritte empfahl Danner unter anderem eine Sondersitzung des Stadtrats zum weiteren Vorgehen, eine Infoveranstaltung für die Bürger sowie einen Prioritätenkatalog. Ob der Citymanager an Bord bleibt, soll der Stadtrat am 28. April klären.

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